Langen (ble) - Die Aktion Stadtradeln, die derzeit in Langen läuft, soll nicht nur zum Klimaschutz beitragen, sondern bei den Politikern auch das Bewusstsein für die Belange der Radfahrer schärfen.

© pixelio.de/Grey59
Die schlechte Haushaltslage der Stadt Langen verhindert eine Verbesserung für Fahrradfahrer am Rathaus.
Dies scheint aber nur so lange zu gelten, bis es ums Geld geht: Weil dem Magistrat schon die Summe von 20.000 Euro zu viel ist, werden Fahrräder am Langener Rathaus auch in Zukunft bei Wind und Wetter im Freien abgestellt werden müssen.
Die Stadtregierung möchte die Schaffung überdachter Fahrradabstellplätze so lange zurückstellen, bis sich die Haushaltslage gebessert hat. Letztes Wort hat am 27. Oktober die Stadtverordnetenversammlung.
Unabhängig vom Geld will der Magistrat bei den Fahrradüberdachungen eine „isolierte Lösung“ vermeiden, die dann womöglich nicht mit einer späteren Neugestaltung des Rathausareals harmoniert. In den bisherigen Planungen dafür spielte nur der unmittelbar vor dem Osteingang gelegene Bereich keine Rolle. Er hätte sich jetzt für die Überdachung der dort bereits befindlichen Fahrradabstellplätze angeboten, so Erster Stadtrat Klaus-Dieter Schneider.
„In Zeiten der massiven Einsparungen auf dem Kultur-, Sozial- und Sportsektor hält es der Magistrat nicht für verantwortbar, Ausgaben für eine wünschenswerte, aber nicht zwingend notwendige Sache zu tätigen“, sagt Schneider. Eine schlichte Stahlrohrkonstruktion für die Überdachung koste etwa 20.000 Euro. Weitere 40.000 Euro würden für eine Neugestaltung des Osteingangs („Was dem stark frequentierten Zugang zum repräsentativen Parlamentstrakt angemessen wäre.“) benötigt.
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