Langen - Lange Schlangen vor dem Glücksrad, der Duft leckerer Speisen, Musik, Schnäppchen, Vorführungen – es war eigentlich wie immer beim Langener Markt. Die Mischung aus Straßenfest und verkaufsoffenem Sonntag lockte wieder viele Tausend Besucher in die Innenstadt. Von Markus Schaible

© Strohfeldt
Auf zwei Bühnen gab es Vorführungen, die viele Zuschauer anzogen. Ob Tanz, Kraftsport oder Basketball – Aufmerksamkeit war den kleinen und großen Akteuren gewiss. Kurz nach 17 Uhr fand der Langener Ma rkt aber ein nasses Ende.
Allerdings sorgte das Wetter mit Regen, Blitz und Donner dafür, dass das Ende dann kurz nach 17 Uhr (zwei Stunden eher als geplant) sehr abrupt kam.
„Der Langener Markt ist ein Selbstläufer“, sagte ein sichtlich zufriedener Ulrich Krippner, Vorsitzender des ausrichtenden Gewerbevereins, vor dem Gewitter. „Die Geschäftsleute und Vereine kommen von selbst und wollen mitmachen.“ Und auch, wenn es angesichts der drückend-feuchten Luft schon am Nachmittag etwas leerer war als sonst, herrschte immer noch genug Gedränge zwischen Wassergasse und unterer Bahnstraße.
Inzwischen trommelt die integrative Gruppe hand to hand lautstark, während nebenan der Langener Kaffeemaschinendoktor eine Moto Guzzi ausstellt: Das Motorrad hat in einem der hinteren Seitenkoffer eine eingebaute Kaffeemaschine.
Fliegende Händler bieten afrikanisches Kunsthandwerk an, der Obst- und Gartenbauverein frische Äpfel. Das Mandolinen-Orchester spielt, ein christlicher Chor singt. Und dann kommt der große Regen. Der neunjährige Jonas freut sich – hat er doch nur Minuten zuvor bei einem Gewinnspiel einen Schirm ergattert. Die Händler und alle anderen Aktiven freuen sich weniger. Dennoch – und auch wenn Krippner Sorgen hat ob der immer kostspieligeren Sicherheitsauflagen: „Natürlich wird es auch im kommenden Jahr einen Langener Markt geben.“ Dann vielleicht auch wieder ohne Wasser von oben.
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