Langen - Die Langener Kommunalpolitik, allen voran die SPD, hat eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten verloren. Karl Weber, Ehrenvorsitzender der örtlichen Sozialdemokraten und ehemaliger Stadtverordnetenvorsteher, ist am gestrigen Montag im Alter von 79 Jahren verstorben. Von Frank Mahn

Karl Weber †
Er hinterlässt seine Ehefrau Elsbeth und Sohn Frank.
Weber hatte bis vor ein paar Monaten noch sein Mandat als ehrenamtlicher Stadtrat ausgeübt – bis es seine schwere Erkrankung nicht mehr zuließ. Die Politik bestimmte einen Großteil seines Lebens, der SPD gehörte er ein halbes Jahrhundert an. Um die Partei und um die Stadt Langen hat sich der „Weber Karl“, wie er von vielen genannt wurde, unzählige Verdienste erworben. Und das nicht nur in der Politik. Viele Jahre leitete er den Ortsverein des DRK.
Karl Weber wurde am 6. August 1932 in Mylau (Vogtland) geboren. 1951 kam er in den Westen. Weber war ein Mann mit festen (sozialdemokratischen) Grundsätzen. Wenn er von etwas überzeugt war, ließ er sich davon so schnell nicht abbringen. Weber konnte leidenschaftlich für eine Sache kämpfen. Lieferte die „Gegenseite“ schlüssige Argumente, war er kompromissbereit.
Es gibt kaum ein politisches Feld, das Weber in fast 50 Jahren nicht beackert hat. Mehr als 22 Jahre war er als ehrenamtlicher Stadtrat Mitglied des Magistrats, fast ebenso lang Mitglied des Stadtparlaments. Auch dem Kreistag gehörte er an. Die Ausschüsse, Kommissionen und Beiräte aufzuzählen, in denen er tätig war, würde zu weit führen.
An der Spitze des SPD-Ortsvereins stand er zehn Jahre, Weber gehörte dem Vorstand zudem als stellvertretender Vorsitzender und Beisitzer an, ehe er zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Über Jahrzehnte konnte der Unterbezirksvorstand der SPD im Kreis Offenbach auf ihn bauen.
Karl Weber ist einer der wenigen, den die Stadt mit der Goldenen Ehrenplakette ausgezeichnet hat.
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