Langen ‐ Er ist ein kleines Meisterwerk, der 3-D-Animationsfilm über die ehemalige Synagoge an der Dieburger Straße. Von Frank Mahn

© op-online
Blick in den Innenraum der Synagoge, den der Maler Max Lazarus gestaltet hat.
Langen steht damit in einer Reihe mit Großstädten wie Berlin, Leipzig, Dortmund oder München, die ihre von Nazis zerstörten jüdischen Gotteshäuser von der Darmstädter Firma Architectura Virtualis virtuell rekonstruieren ließen. Projektleiter Dr. Marc Grellert sprach bei der Präsentation vor der Presse von „unserer bislang besten Umsetzung“, die sich stetig entwickelnden technischen Möglichkeiten machen’s möglich. Etwa 25 Synagogen in der ganzen Republik hat seine Firma am Computer bislang zum „Leben erweckt“.
Der rote Sandsteinbau an der Dieburger Straße war 1902 eingeweiht worden. Zerstört wurde das Gotteshaus der etwa 70 Mitglieder zählenden Gemeinde am Vormittag des 10. November 1938, einen Tag später als die meisten anderen Synagogen in Deutschland, die der nationalsozialistischen Gewalt zum Opfer fielen.
„Das Ergebnis ist sensationell“, meint Bauch. Der Animationsfilm bietet nach einem Rundgang um das Gebäude einen real wirkenden Blick ins Innere der Synagoge. „Mit Hilfe dieser Szenen können wir ein lebendiges Bild vom Aussehen des Hauses vermitteln“, freut sich der Stadtarchivar.
Die erste offizielle Vorführung des Films ist am Sonntag, 8. November, um 14.45 Uhr im Neuen UT. Im Anschluss läuft der Spielfilm „Der Junge mit dem gestreiften Pyjama“. Die DVD mit dem Titel „Die Synagoge in Langen“ kann im Stadtarchiv demnächst auch gekauft werden. Preis: zehn Euro.
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