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Wo Kinder Hilfe bekommen: CDU-Fraktion möchte erreichen, dass im Mühlheimer Stadtgebiet „Notinseln“ eingerichtet werden  

Wo Kinder Hilfe bekommen

Mühlheim - Schon Rolf Zuckowski hat eine Sorge der Kinder . in seiner „Schulweg Hitparade“ besungen: „Ich hab’ mich verlaufen und find’ nich nach Hause“, heißt es da. Damit genau das den Kindern in Mühlheim nicht mehr passiert, möchte die CDU „Notinseln“ einrichten. Von Bettina Link

Das sind gekennzeichnete Geschäfte in der Stadt, in die Kinder gehen können, wenn sie sich verlaufen haben, aber auch, wenn sie sich bedroht fühlen, ihren Schlüssel verloren haben oder einfach nur ein Pflaster brauchen. Gibt es Streitereien mit anderen, sollen die Läden auch ein Zufluchtsort sein, an dem die Kinder Hilfe bekommen.

Andere Städte haben es bereits vorgemacht. Wie etwa Offenbach, das in Kooperation mit verschiedenen Geschäften die „Leon-Hilfeinseln“ eingerichtet hat. Die beteiligten Läden haben einen Aufkleber mit dem Löwen Leon im Fenster hängen, der den Kindern signalisiert: „In das Geschäft kann ich gehen, wenn ich Hilfe brauche“.

Auf die Hilfeinseln aufmerksam geworden

Das hat sich die Initiatorin Petra Müller von der CDU zum Vorbild genommen: „Über einen Artikel in der Offenbach Post bin ich auf die Hilfeinseln aufmerksam geworden und habe es zunächst im Förderverein der Geschwister-Scholl-Grundschule zur Sprache gebracht“, erläutert sie. Petra Müller wollte jedoch nicht nur eine „Notinsel“ in dem eigenen Schulbezirk, sondern für ganz Mühlheim. Ihre Partei, die den Antrag nun in die Stadtverordnetenversammlung einbringt, konnte sie schnell überzeugen.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Marius Schwabe, möchte das Konzept, das bundesweit verbreitet ist, möglichst bald in Mühlheim etabliert wisseen. „Nicht etwa, weil Mühlheim besonders kriminell ist, sondern weil es oft Kleinigkeiten sind, die Kindern fehlen“, betont Schwabe, der selbst Vater zweier Kinder ist.

Die „Notinseln“ sollen in Zusammenarbeit mit den Schulen, den Fördervereinen der Schulen, den örtlichen Gewerbetreibenden und den gemeinnützigen Trägern eingerichtet werden.

„Notinsel“ oder „Schutzburg“

Dafür hat Petra Müller die verschiedenen Projekte der Vereine wie „Notinsel“ oder „Schutzburg“ geprüft. Petra Müller: „Die Schüler sollen wissen, dass sie in die Bäckerei oder die Reinigung gehen können, wenn sie Hilfe brauchen, ohne die Befürchtung, dass sie komisch angesehen werden.“ Dass sich Kinder jedoch oft nicht trauen, einfach in den nächsten Laden zu gehen und um Hilfe zu bitten, weiß auch Schwabe. „Deswegen sind die Eltern gefragt“, so der Fraktionsvorsitzende, „sie müssen mit den Kindern die Route der Notinseln abgehen und ihnen zeigen, an wen sie sich wenden können.“

Ob das Projekt der „Notinseln“ mit dem gleichnamigen Verein in Mühlheim eingerichtet wird, ist noch nicht entschieden. Ers einmal muss der Antrag der CDU am Donnerstag, 9. Februar, durch die Stadtverordnetenversammlung. Heute Abend wird im Sozialausschuss bereits die Finanzierung diskutiert. „Doch daran wird es nicht scheitern“, versichert Marius Schwabe. Kosten entstehen durch das Info- und Werbematerial, das der Verein zur Verfügung stellt. „Das sind überschaubare Kosten und die Ausgaben lohnen sich“, findet Schwabe, der auf eine große Beteiligung der Gewerbetreibenden und im besten Fall auch auf deren finanzielle Unterstützung hofft.

Rubriklistenbild: © TK Pressefoto

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