Mühlheim - Der ehemalige Manager des FC Schalke 04, Rudi Assauer, ist mit seiner Alzheimer-Erkrankung an die Öffentlichkeit gegangen. Das ZDF zeigte gestern Abend eine Dokumentation über den erkrankten Manager. Von Bettina Link

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Claudia Jäger (2. von rechts) und Markus Härtter (rechts) überreichen den Scheck an die Engagement-Lotsen Pfarrer Hans Rumpeltes, Eleonore Blöcher und Joachim Kanthak (von links).
Cornelia Jäger von der Stiftung „Miteinander Leben“ findet den Schritt von Rudi Assauer sehr gut. Die Gesellschaft müsse sich verstärkt mit dem Thema Demenz beschäftigen. „Und dafür brauchen wir engagierte Menschen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen“, findet die stellvertretende Vorsitzende der Stiftung.
Genau das machen die Ehrenamtlichen der Engagement-Lotsen Mühlheim. Sie haben mit ihrer Aktionswoche „An ihrer Seite...“ im vergangenen September die unheilbare Krankheit an die Mühlheimer Öffentlichkeit gebracht. Sie haben mit Kunstausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen, Film und Vorträgen und Gesprächen über die Krankheit und den Umgang mit ihr informiert. „Wir wollten die Mühlheimer für das Thema sensibilisieren“, erläutert Joachim Kanthak von den Engagement-Lotsen.
„Auch wenn alles ehrenamtlich ist, fallen eben doch immer wieder Kosten an“, weiß die ehrenamtliche Helferin Eleonore Blöcher, die sich wie die anderen elf Helfer über die finanzielle Unterstützung freut. „Es tut gut, dass es Leute gibt, die hinter uns stehen“, sagt Eleonore Blöcher.
„Wir freuen uns, diese Veranstaltung zu unterstützen, denn Demenzerkrankung und die Folgen werden uns in Zukunft sicherlich immer öfter beschäftigen“, erläutert Cornelia Jäger. Das ist auch der Grund, warum sich die Engagement-Lotsen besonders um die Demenz-Kranke kümmern.
„Die Krankheit wird in Zukunft auch ein wichtiges Thema in Mühlheim sein“, betont Pfarrer Hans Rumpeltes. Für die Pflege der Kranken komme deswegen dem Ehrenamt eine wichtige Rolle zu. „Kann die Familie einen Angehörigen nicht pflegen, müssen andere das übernehmen und dafür brauchen wir das Ehrenamt“, erläutert der Pfarrer der evangelischen Friedensgemeinde.
Das Team um Pfarrer Hans Rumpeltes und Joachim Kanthak will sich auch zukünftig um Betroffene und ihre pflegenden Angehörige kümmern und ihnen zur Seite stehen. Viele Angehörige koste es große Überwindung, sich mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen, weiß Cornelia Jäger, deswegen schätze sie das geplante Angebot der Lotsen sehr: „Hier kann ein wichtiges Netzwerk für Betroffene entstehen.“
Die Engagement-Lotsen laden Interessierte zu einem ersten Treffen für den 1. März, um 17 Uhr ins Haus Ruth (Untermainstraße 4) ein. Pflegenden und demenzkranke Menschen treffen sich zwar unter einem Dach, aber jeweils in anderen Gruppen. Die Demenzkranken werden beschäftigt, damit sich gleichzeitig die pflegenden Angehörigen im Gesprächskreises untereinander austauschen können.
„Wie wir das Angebot letztendlich gestalten, machen wir davon abhängig, was die Teilnehmer sich wünschen“, erklärt Joachim Kanthak.
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