Münster - Keinen Wert auf das Betriebsklima zu legen, kann sich heute kaum ein Unternehmen mehr leisten. Den Lehrern an der Münsterer Schule auf der Aue liegt dem nicht unähnlich das Klassenklima am Herzen. Von Jens Dörr

© jd
Die 20 Schüler der F5A der Münsterer Aue-Schule fügten ihre Einzelarbeiten am Ende des „Sensi-Tags“ zusammen. Hinten links Klassenlehrerin Gabriele Dörr, hinten rechts Klassen-Elternbeirätin Gabi Johannsen, dazwischen Künstler Hans Peter Murmann.
Durch täglichen Einsatz, aber auch nicht alltägliche Aktionen trachten sie stetig nach dessen Verbesserung im Sinne von Klassengemeinschaft und Lernerfolgen.
Für die Aue-Schüler der fünften und sechsten Klassen werden im Eingangsprogramm pro Schuljahr zwei sogenannte „Sensi-Tage“ (Sensibilisierungs-Tage) ausgewiesen. Einer der beiden Projekttage mit seinen fünf Unterrichtsstunden findet am letzten Schultag vor den Osterferien statt. Ein zweiter war nun an jenem Tag, da die Halbjahres-Zeugnisse vergeben wurden.
Gabriele Dörr, Klassenlehrerin der F5A, einer fünften Förderstufen-Klasse, beschrieb Sinn und Zweck der „Sensi-Tage“ dergestalt: „Durch Aktivitäten wie gemeinsame Unternehmungen in und außerhalb der Schule, durch Spiele, Gruppenarbeit oder Rollenspiele etwa zur Streitschlichtung sollen alle Schüler integriert werden.“ Dies ziele besonders auf jene, die sich als Außenseiter empfänden.
Auch die Schüler der F5A bestellten bei Murmann gegen Ende dessen Besuchs kräftig - honorarfreie - Zeichnungen; zuvor leitete er sie aber, selbst zu Stift oder Pinsel zu greifen. Nachdem er über seinen Beruf berichtet und geduldig Fragen beantwortet hatte, gab er der Klasse praktische Anleitungen, wie man auf relativ einfache Weise Tiere - nicht nur Schafe - signifikant darstellen kann.
So entstanden 20 Einzelarbeiten, denn jeder Schüler leistete seinen tierisch künstlerischen Beitrag. Abschließend schnitt der Nachwuchs die Werke aus, fügte sie zu einem großen Bild zusammen. Das „echte Unikat“ (O-Ton Dörr) schmückt seither den Klassensaal der F5A.
„Der Stolz auf das gemeinsame Endprodukt hat den Schülern ein weiteres Stück Zusammengehörigkeitsgefühl vermittelt“, freute sich die Lehrerin schließlich resümierend.
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