Superbanner

Verein „Hugenotten- und Waldenserpfad“ in Neu-Isenburg gegründet

Den Traditionen nachspüren

002.07.09|Neu-Isenburg|Neu-Isenburg|
Drucken|Empfehlen|Schrift   a  /  A||recommendbutton_count130

Schliessen

Druckvorschau

Artikel: Den Traditionen nachspüren

Neu-Isenburg - Am 24. Juli jährt sich zum 310. Mal der Tag, an dem die Hugenotten dem Grafen Johann Philipp von Isenburg-Offenbach einen Eid schworen und sich in ihrer neuen Stadt niederlassen konnten. Das historische Kulturerbe der Glaubensflüchtlinge am Leben erhalten – das ist eines der Ziele des neu gegründeten Vereins „Hugenotten- und Waldenserpfad“ mit Sitz in Neu-Isenburg. Von Katrin Diel

© Sauda

Der Vorstand (von links): Gerhard Badouin (Beisitzer), Ute Raband (Beisitzerin), Herbert Temme (Beisitzer), Werner Henle (stellvertretender Vorsitzender), Herbert Hunkel (Vorsitzender), Renate Buchenauer (Koordinatorin), Wolfgang M. Trautz (zweiter Stellvertreter), Dieter Schmidt (Schriftführer) und Dorothe Römer (Beisitzerin). Es fehlt Kassenwart Georg Czesanne. 

Der geplante Kulturfernwanderweg soll außerdem daran erinnern, dass Flucht, Exil, Toleranz und Integration auch heute einen Schwerpunkt gesellschaftlicher und politischer Fragestellungen in Europa bilden.

Weitere Informationen zum Kulturfernwanderweg finden Sie hier.

Etwa 50 Personen aus Städten, Kreisen und Vereinen in Hessen und Badem-Württemberg hatten sich zur Vereinsgründung im Rathaus der Hugenottenstadt eingefunden. Aus Isenburg war unter anderem die Marktplatzgemeinde vertreten. 32 stimmberechtigte Mitglieder wählten Ersten Stadtrat Herbert Hunkel zu ihrem Vorsitzenden. Der gebürtige Isenburger kann auf einen hugenottischen Stammbaum der Linie Delrieux zurückblicken.

Koordinatorin Dr. Renate Buchenauer aus Marburg erläuterte die Ziele und Aufgaben des Vereins. Dessen Wirkungskreis erstreckt sich vom kleinen Heimat- und Geschichtsverein vor Ort bis auf die internationale Ebene. Die 1800 Kilometer Wegstrecke des Hugenotten- und Waldenserpfades von Frankreich und Italien bis nach Nordhessen können nicht innerhalb eines Jahres erschlossen werden. Deshalb sei unter anderem ein GPS-System für Wanderer geplant, für jene Stellen ohne Karten und Markierung.

Professor Barbara Dölemeyer vom Max-Planck-Institut in Frankfurt referierte über die äußeren und inneren Spuren der Hugenotten in Deutschland und in der Region. „In Neu-Isenburg kann man im Alten Ort den Grundriss der Hugenottensiedlung nachgehen“, so Dölemeyer. In Offenbach trage die barocke Hugenottenkirche als eine der wenigen noch die Inschrift „französisch-reformierte Kirche“. Und in Hanau konnten im 16. Jahrhundert die Ratsherren und Bürgermeister der Neustadt lange Zeit nur aus Repräsentanten der Kirche gewählt werden.

Was die geistigen Spuren angehe, so sei der Hugenottenpfad zwar kein Pilgerweg wie der Jakobsweg. Das Pilgern sei keine protestantische Tradition. „Aber wer auf dem Weg wandert, sollte auch die Gelegenheit wahrnehmen, den geistigen und geistlichen Traditionen nachzuspüren.“

Aus der Flucht der Hugenotten und Waldenser wurde Schritt für Schritt und oft über Jahre andauernd die Suche nach einer neuen Heimat. Dabei brachten sie neue Techniken und Fertigkeiten mit, zum Beispiel in Textilverarbeitung, Uhrmacherhandwerk, Spargelanbau und Buchdruckerkunst.

zurück zur Übersicht: Neu-Isenburg

Schliessen

Artikel empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

  • BlinkList
  • del.icio.us
  • Folkd
  • Furl
  • Google
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • oneview
  • Yahoo MyWeb
  • YiGG
  • Webnews
Diese Seite bookmarken bei...

Kommentare

Facebook 'Like' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

standardfalse280like

Nachrichtenaus der Umgebung

Warum auch nach 23 Uhr immer noch reger Verkehr über Offenbacher Köpfen herrscht

04.02.12|Offenbach

Sondergenehmigter Krach

Offenbach - Es war nicht zu überhören: Am Mittwoch- und Donnerstagabend sind zahlreiche Flugzeuge auch noch nach 23 Uhr vom …Mehr...

Kauf von Manroland Offenbach vor Abschluss

04.02.12|Offenbach

Roländer sollen auf Lohn verzichten

Offenbach - „Die aufregende und belastende Phase ist beendet. Gott sei Dank.“ Zufrieden zeigte sich der …Mehr...

50.0550172,8.6885969

Karte wird geladen... Karte wird geladen - Downloadanzeige

Artikel lizenziert durch © op-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.op-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

SkyScraper