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Firma Leo Pharma aus Neu-Isenburg auf Erfolgskurs

Zahlreiche neue Mitarbeiter

Neu-Isenburg - Eine Erfolgsgeschichte aus Neu-Isenburg: Das Unternehmen Leo Pharma schraubt pünktlich zu seinem Geburtstag die Wachstumsaussichten hoch. Von Marc Kuhn

© p

Thomas Schick

Im vergangenen Jahr sei ein Umsatz in Höhe von 50 Millionen Euro erwirtschaftet worden, sagte Thomas Schick, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, unserer Zeitung. In den nächsten Jahren sollen die Erlöse verdoppelt werden. In diesem Jahr feiert Leo Pharma das 20-jährige Firmenjubiläum.

2011 ist die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland von 120 auf 180 erhöht worden - viele sind Marketing- und Vertriebsexperten. „Alle gehören zum Standort Neu-Isenburg“, erklärte Schick. „Es ist außergewöhnlich, dass sich ein Unternehmen so verstärkt.“ Rund 120 Angestellte sind im Außendienst. In der Stadt sei aber auch eine Abteilung für klinische Forschung untergebracht. „Wir erheben Studien mit Patienten.“

Schick berichtete weiter: „Wir sind ein dänisches Unternehmen.“ Es sei spezialisiert auf dermatologische Produkte. Ein für die Firma wichtiges Präparat soll bei Schuppenflechte helfen. „Zudem können wir das Thrombose-Management mit unserem Blutgerinnungsmittel regeln.“ Insgesamt hat Leo Pharma in Deutschland zehn Produkte im Angebot. Sie sind verschreibungspflichtig. „In einigen Segmenten sind wir Marktführer“, erläutert Schick.

Nach seinen Worten vertreibt das Pharma-Unternehmen seine Präparate in mehr als 100 Ländern. Leo Pharma beschäftige etwa 4 500 Mitarbeiter in 61 Ländern, 1 600 in Dänemark. Hergestellt würden die Produkte auf der ganzen Welt, sagt Schick, vor allem in Dänemark, Frankreich, Irland und Australien.

Erfolgsstory seit 1908

Gegründet wurde das Unternehmen 1908 von zwei Apothekern in Kopenhagen. 1992 kam es auf den Markt in Deutschland. Die Leo Pharma GmbH startete zunächst mit zwei Mitarbeitern in Dreieich, zog dann aber nach Neu-Isenburg.

Den Erfolg der Firma führt Schick unter anderem auf ihre Struktur zurück. Das Unternehmen basiere auf einer Stiftung, sagt er. „Das ist das Interessante.“ Der einstige Besitzer von Leo Pharma, die Familie Kongsted, habe 1984 die Stiftung ins Leben gerufen. Im Beirat sitzen ehemalige Mitarbeiter aus der Forschung. Die Gewinne der Firma würden reinvestiert in die Entwicklung von Produkten, erklärt Schick. Durch die Stiftungs-Struktur ist Leo Pharma weitgehend unabhängig. Es gebe keine externen Kapitalgeber, betont Schick. Deshalb muss das Unternehmen nicht auf Anteilseigner Rücksicht nehmen, die häufig auf eine kurzfristige Gewinn-Maximierung aus sind. „Das beruhigt die Mitarbeiter“, berichtet Schick. „In Deutschland hat es noch keinen Stellenabbau gegeben.“

Ein weiterer Erfolgsfaktor: Leo Pharma hat nach den Worten von Schick die Vermarktung ihrer Produkte, die ein Kooperationspartner übernommen hatte, wieder ins Haus zurück geholt. Deshalb sei die Firma jetzt näher am Kunden und Patienten.

Nun hofft Leo Pharma auf ein neues Medikament gegen Hautkrebs. Die Zulassung ist zunächst in den USA, später in Europa geplant, wie Schick erläutert. Wenn die Erwartungen erfüllt werden, stellt er weitere Einstellungen in Aussicht.

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