Neu-Isenburg ‐ Innerhalb des kleinen Ortes Zeppelinheim legt man keine großen Strecken zurück. Auf einen Kilometerstand von gerade mal 19.900 Kilometer hat es das Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr in 35 Jahren gebracht. Demnächst begibt sich der Wagen auf seine wohl bisher größte Reise. Von Katrin Diel

© Sauda
Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann, Bürgermeister Oliver Quilling, Nikolaos Michos und Stadtbrandinspektor Stefan Werner mit dem ausgemusterten Tanklöschfahrzeug.
Die Isenburger Feuerwehr überlässt das ausgemusterte Fahrzeug den griechischen Brandschützern auf der Halbinsel Chalkidiki. Über 2000 Kilometer sind es bis dorthin. Nikolaos Michos, Vorsitzender der griechischen Gemeinde Neu-Isenburg und aktives Mitglied der hiesigen Feuerwehr, wird den Wagen an die Ägäis fahren.
Im Gegensatz zu Deutschland gebe es in Griechenland keinen flächendeckenden Brandschutz, berichtet Kreisbrandinspektor Ralf Ackermann, der als Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes auch für Auslandskontakte zuständig ist. Während in Deutschland die Wehren innerhalb von höchstens zehn Minuten am Ort des Geschehens eintreffen sollen, vergehen in Griechenland – auch aufgrund längerer Wege – manchmal 40 bis 50 Minuten.
Ackermann nennt zum Vergleich einige Zahlen: Die Bundesrepublik hat 35.000 Feuerwehren mit einer Million Mitglieder, Griechenland 110 Berufsfeuerwehren mit 9500 Einsatzkräften. Das Konzept einer Freiwilligen Feuerwehr befinde sich dort gerade erst im Aufbau – und soll nun nicht zuletzt mit der Spende aus Isenburg unterstützt werden.
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