Obertshausen - Das gibt es allein in der „liebenswerten Kleinstadt mir Herz“: Einen vorweihnachtlichen Markt mit einem festlichen Konzertprogramm in der lauschigen Atmosphäre einer kleinen Kirche, und das zwei Tage lang. Von Michael Prochnow

© Michael
Auch das Blasorchester der TGS Hausen spielte am Sonntag in der evangelischen Waldkirche auf.
Dabei trat nicht irgendjemand vor dem Altar auf - renommierte Chöre und erfahrene Musiker aus mehreren Vereinen sowie von der Musikschule luden bei freiem Eintritt zum Zuhören, Entspannen und Einstimmen aufs Fest ein.
Die Stadt baute die Buden abwechselnd in den jeweiligen Herzen der beiden Stadtteile auf. Die Standorte auf dem Parkplatz des Bürgerhauses oder auf dem Meininger Platz stießen bei der Bevölkerung auf wenig Resonanz. Der Umzug in die „wahre Mitte“ der Stadt und die Reduzierung auf einen, dafür zweitägigen Markt sei nicht allein einem Sparzwang geschuldet, betonte Galvez.
Auch wertvolle Kontakte bahnten sich an: Wäre es vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen, dass ein Katholischer Kirchenchor in der evangelischen Gemeinde auftritt, existierte jetzt keine Hemmschwelle mehr. Sänger aus den Reihen der Gastgeber hatten den Reigen eröffnet, die Trommelgruppe der Musikschule brachte dann südamerikanische Rhythmen ins Haus. Es folgten der Chor’84 der Sängerlust Hausen und das TGS-Jugendorchester mit altbekannten und modernen Melodien zum Fest.
Bereits am Sonntagmittag schmetterte der Kinderchor der Musikschule vergnügte Weisen ins Kirchenschiff, der Jugendchor ergänzte sein Repertoire mit neuen Noten sowie passenden Gesten. Auch der Männerchor der Sängervereinigung, die 30 Jahre junge Liedermacher-Band Laetitia und das TGS-Blasorchester unterhielten auf hohem Niveau. Bläser, Streicher sowie der Waldschul-Chor und Solisten gestalteten den prächtigen Abschluss des Marktes.
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