Obertshausen - Der Verein Interkulturelle Bildung und Beratung kann bei der Bewältigung seiner finanziellen Probleme bei der Kinderbetreuung auf Unterstützung durch die SPD Obertshausen hoffen. Von Karl-Heinz Otterbein

© Otterbein
Bei allen Angeboten des Vereins „Interkulturelle Bildung und Beratung“ findet derzeit auch noch eine Kinderbetreuung statt.
Nach einem Besuch der Vereinsräume in der Friedrich-Ebert-Straße 48 in Hausen durch neun Vorstands- und Fraktionsmitglieder boten die Sozialdemokraten dem aus Claudia Bock, Marina Andreou, Monika Jacobs und Yvonne Wessel bestehenden Leitungsteam des Vereins Hilfe bei der Suche nach Zuschüssen an.
So will Fraktionschef Walter Fontaine helfen, über seine Fraktion konkrete Zahlen für die Kosten der Kinderbetreuung zu übermitteln und so zu prüfen, ob im aktuellen städtischen Haushalt für 2012 noch Geld zur Verfügung gestellt werden kann. Die stellvertretende Parteivorsitzende Julia Koerlin schlug vor, bei der Dr. Carl und Ellen Klöss Stiftung nach entsprechenden Mitteln zu fragen. Auch unterstützt die SPD einen entsprechenden Spendenaufruf des Vereins.
„Wenn wir keine finanzielle Unterstützung für unsere Kinderbetreuung bekommen, müssen wir dieses Angebot drastisch reduzieren“, erläuterte Vereinsgeschäftsführerin Claudia Bock auf Anfrage. „Noch können zu den Kursen, den Frauentreffs zur Beratung sowie zur Einstufung und Kursanmeldung Kinder mitgebracht werden. Die Kinder werden in liebevoller Atmosphäre betreut und gefördert. So wird nicht nur den Müttern der Kursbesuch ermöglicht, auch die Kinder erlernen spielerisch die deutsche Sprache.“
Dieser wichtige Teil der Vereinsarbeit werde bisher nur in einem ganz geringen Umfang etwa durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziell gefördert.
Eine Reduzierung des Angebots bei der Kinderbetreuung hätte nach Ansicht der Geschäftsführerin sicher auch Auswirkungen auf die Zahl der Kursteilnehmerinnen. „Ohne die Möglichkeit, ihre Kinder betreuen zu lassen, könnten einige Mütter unsere Integrationskurse nicht besuchen“, so Claudia Bock. „Wir sind daher in hohem Maß daran interessiert, die Kinderbetreuung im gegenwärtigen Umfang aufrecht zu erhalten.“
Ähnlich sehen das die Sozialdemokraten, wie der stellvertretende SPD-Fraktionschef Manuel Friedrich erläuterte. „Ein Aus der Kinderbetreuung als einer der wichtigsten Bausteine des Vereins sollte auf jeden Fall vermieden werden“, so Friedrich. „Gerade viele Migrantinnen und Migranten würden dann akute Probleme bekommen, die Integrationskurse zu besuchen“.
Friedrich bekräftigte bei einer Führung durch das Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 48, in dem der im November 1991 als Frauenträger unter dem Namen „Projekt Mamaschule e.V.“ gegründete Verein seit 2008 sein Domizil hat, die Unterstützung der SPD.
„Die spürbare Freude an der Arbeit, die Qualifikation der Mitarbeiter und die sehr gute Vernetzung zu den anderen Standorten in Seligenstadt und Mühlheim haben unsere Meinung bestärkt, dass der Verein von hohem Stellenwert für Migranten in Obertshausen ist“, so Manuel Friedrich. „Nicht zuletzt deswegen unterstützen wir den Spendenaufruf des Vereins, um die Bezahlung seiner Kinderbetreuerinnen zu sichern.“
Claudia Bock sagte, dass sich der Verein über jede Spende freue und versicherte, die Spenden würden in voller Höhe der Finanzierung der Kinderbetreuung zugute kommen. Spenden können auf das Konto Nummer 32301 bei der Städtischen Sparkasse Offenbach (BLZ 50550020) eingezahlt werden.
Nähere Informationen über den Verein und seine Angebote gibt es unter Telefonnummer 06104/79481 sowie unter www.ikb-obertshausen.de.
Facebook 'Like' wird geladen...

Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.