Obertshausen - Wenn die Naturfreunde Obertshausen zu ihren Monatstreffen oder zu Vorträgen einladen, ist der Veranstaltungsort in aller Regel die Gaststätte Gambrinus an der Waldstraße. Auch die Jahreshauptversammlung am Dienstagabend fand im Gambrinus statt. Von Karl-Heinz Otterbein und Michael Prochnow

© Michael
Bei ihrer Jahreshauptversammlung haben die Naturfreunde Obertshausen auch einen neuen Vorstand gewählt. Als Vorsitzender wurde Rudolf Schulz (vorne, 2. von rechts) im Amt bestätigt.
Kann der Vorstand der Naturfreunde seine Pläne realisieren, wird sich das in nicht allzu ferner Zukunft aber ändern. Der nach Angaben seines wiedergewählten Vorsitzenden Rudolf Schulz derzeit rund 90 Mitglieder zählende Verein möchte sich eine eigene kleine Begegnungsstätte bauen.
„Wir haben in den vergangenen beiden Jahren etwa 30 neue Mitglieder gewonnen, darunter viele Jugendliche“, erläuterte Schulz in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Um gerade junge Mitglieder längerfristig zu halten, wollen wir unser Angebot erweitern. Und dazu gehört auch ein eigenes Vereinsheim.“
Voraussetzung für den Bau eines solchen Domizils ist Schulz zufolge, dass die Stadt Obertshausen den Naturfreunden ein geeignetes Grundstück in Erbpacht zur Verfügung stellt.
Außer einem Erbpacht-Grundstück erwarteten die Naturfreunde keine Unterstützung durch die Stadt, so der Vorsitzende. „Wir wissen, dass die städtische Haushaltslage kritisch ist“, sagte Schulz. „Wir wollen daher kein Geld von der Kommune sondern versuchen, das Projekt mit Eigenkapital und der Hilfe von Sponsoren zu finanzieren.“
In dem neuen Domizil soll auch die Naturfreunde-Jugend, die für ihre regelmäßigen Treffen derzeit eine Hütte auf dem Gelände des Geflügelzuchtvereins Obertshausen am Rembrücker Weg nutzt, einen Raum bekommen.
„Wir sind nicht unter Druck“, sagte Schulz. „Nach Möglichkeit wollen wir aber noch in diesem Jahr ein Grundstück finden und spätestens im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen.“
Bei der Jahreshauptversammlung wurde nicht nur Vorsitzender Rudolf Schulz im Amt bestätigt. Manuel Friedrich bleibt sein Stellvertreter. Kassiererin der Ortsgruppe ist weiterhin Helga Nioduschewski, ihre Stellvertreterin Ursula Klinzing. Schriftführerin bleibt Renate Seipel, Günter Brosch ihr Stellvertreter.
Zu Beisitzern wurden Gudrun Dreiucker, Gerd Janse, Tina Macaluso, Moritz Väth und Rolf Meixner gewählt. Neuer Wanderwart ist Ralf Hennemann, der als Biologe die „Natur so nah wie möglich bringen“ möchte. Die Fachgruppe Reisen leitet Marita Swoboda, die Fachgruppe Klettern Manuel Maas, als Jugendwartin wurde Laura Schulz im Amt bestätigt. Gewählt wurden bei der Veranstaltung auch Revisoren und Delegierte für die Landesversammlung der Naturfreunde.
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