Obertshausen - Lang anhaltender Applaus war der ideelle Lohn, den die Schauspielerinnen und Schauspieler der Theater AG der Hermann Hesse Schule am Ende eines zweitägigen Aufführungsmarathons genießen durften. Von Peter Back

© Back
Zu den von den Mitwirkenden gebotenen Stücken gehörte „Papageno“ nach Mozarts „Zauberflöte“.
Auf dem Programm standen an beiden Abenden die Stücke „Robin Hood“ sowie „Papageno – Und die Liebe“. Vielen der 23 Nachwuchsschauspielern aus den sechsten und siebten Klassen war die Freude über das Erreichte, aber auch die Erleichterung, dass alles wie geplant über die Bühne gegangen war, anzumerken.
„Bei einem mehrwöchigen Brainstorming mit allen Beteiligten kristallisierten sich im vergangenen Frühjahr diese beiden Stücke bei n der Vorbereitung heraus“, berichtete Lehrer Rüdiger Jung, der seit vielen Jahren die Theater AG betreut. „Jeder Schüler, der bei uns mitspielen will, bekommt auch eine Rolle, wodurch die Auswahl an Stücken von vornherein stark eingeschränkt ist“, betonte Jung und ergänzte, dass bei zwei kurzen Bühnenstücken natürlich mehr Rollen zu vergeben seien als bei einem längeren. Darüber hinaus lassen sich Mädchen scheinbar eher für das Theaterspielen begeistern als Jungs, wie man bei den Aufführungen unschwer erkennen konnte.
„Da die Handlung leicht nachvollziehbar ist, waren die Texte leicht zu lernen“, erzählte der Nachwuchsschauspieler, der, wie alle anderen Akteure, die letzten vier Wochen ohne Textheft in der Hand geprobt hatte.
„Und mancher, der im letzten Jahr noch eine kleine Rolle gespielt hatte, traute sich dieses Jahr schon deutlich anspruchsvollere Aufgabe zu“, freute sich Rüdiger Jung, der von der Leistung sämtlicher Akteure begeistert war.
„Seit vielen Jahre leite ich die Theater AG, aber noch nie hatte ich eine Technik-Mannschaft, auf die ich mich so blind verlassen konnte“, lobte Rüdiger Jung die für Ton und Beleuchtung zuständigen Daniel Hamann, Pascal Iske, Constantin Reinhold und Adrian Vidak.
„Die erste von mir arrangierte Theatervorstellung war 1980 das Drama „Andorra“ des Schweizer Schriftstellers Max Frisch und für alle Beteiligten ein großer Erfolg“, erinnerte sich Rüdiger Jung noch sehr gut an die Anfänge der Theatertradition der Hermann-Hesse-Schule, der er seit Gründung 1975 angehört. Allerdings sei es unheimlich schwierig, heute Kinder neben den regelmäßigen wöchentlichen Proben zu Sonderproben zusammenzubringen, bedauerte der erfahrene Pädagoge, so dass auch schon mal der Samstag Vormittag zum Üben herhalten müsse. Zu groß sei heute die zeitliche Belastung, nicht zuletzt durch die um ein Jahr verkürzte gymnasiale Oberstufe.
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