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Schäferhundeverein veranstaltet erstmals Erziehungskursus für bellende Vierbeiner aller Rassen

Was tun, damit Bello gehorcht?

Obertshausen - „Wenn der Hund die Grundregeln beherrscht, dann lösen sich 80 Prozent aller Verhaltensprobleme“, erläutert Sandra Domenico. „Eine gute Basiserziehung ist wie ein stabiles Fundament beim Hausbau“. Von Peter Back

© Back

Zu umgänglichen Familienhunden sollen die Vierbeiner in einem Kursus beim Schäferhundeverein ausgebildet werden.

Sandra Di Domenico ist eine erfahrene Hundetrainerin und leitet zusammen mit Veronika Trapp den Erziehungskursus für Hunde aller Rassen, den die Ortsgruppe Hausen-Obertshausen im Verein für Deutsche Schäferhunde erstmals veranstaltet.

Auf das Gelände an der Badstraße kamen zum Auftakt elf Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern, um sich entsprechende Tipps zu holen.

„Unser Hund hat noch Schwierigkeiten bei der Leinenführigkeit“, berichtete Holger Zweininger, der zusammen mit seinem zehnjährigen Sohn Tommy und dem einjährigen Mischlingshund Manny an der ersten Stunde des über zwölf Wochen angelegten Kurses teilnahm.

„Ziel des Unterrichts ist, dass der Hund grundlegende Dinge wie Sitz, Platz und Umweltverträglichkeit lernt und zu einem umgänglichen Familienhund wird“, informierte Pressesprecherin Brigitte Kaiser und betonte, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommen soll.

„Wichtig ist, dass der Hund immer nur ein Kommando erhält“

„Beim ersten Zusammentreffen sind die Hunde noch sehr angespannt und nervös und dadurch besonders unruhig“, wusste Vereinsmitglied Patrick Weiss und erläuterte, dass die Hunde auch lernen müssten, sich untereinander zu respektieren.

„Wichtig ist, dass der Hund immer nur ein Kommando erhält“, erklärte Sandra Di Domenico und hob hervor, dass dies die Voraussetzung sei, dass sich Gewohnheiten bei dem Tier einschleifen könnten. Vor allem sei es wichtig, das richtige Verhalten rasch zu belohnen, damit der Hund nach einigen Trainingseinheiten verlässlich auf Zuruf und Handzeichen reagiere. Sandra Trapp erwähnte, dass sich der Verein natürlich freuen würde, wenn der eine oder andere sich auch über die Schulung hinaus engagieren könnte.

Ob im Obedience-Bereich, bei dem es neben dem Gehorsam auch um die Sozialverträglichkeit zu Menschen und anderen Hunden geht, ob in der noch jungen Agility-Sparte, bei der in erster Linie um Wendigkeit gefragt ist und bei der es gilt, einen Parcours unter Führung des Herrchens möglichst fehlerfrei zu bewältigen oder in der Abteilung der Vielseitigkeitsprüfung: Den ausgebildeten Hunden stehen danach mehrere Möglichkeiten offen, sich weiterzuentwickeln.

Ab Spätsommer ein weiterer Kurs

„Erstaunlich sind immer wieder die Parallelen im Verhalten zu Kindern“, so die Erzieherin Veronika Trapp die auch immer wieder darüber erstaunt ist, wie schnell die Tiere bei richtiger Erziehung Neues lernten, aber auch, wie stark der eigene Wille schon von Welpenbeinen an ausgeprägt sei.

Nähere Infos gibt’s bei Veronika Trapp unter 06184/54390.

Belohnt wird das Durchhalten für Frauchen und Herrchen über einen Zeitraum von drei Monaten bei jeder Witterung mit einer Bestätigung über die erfolgreiche Teilnahme. Aufgrund der großen Nachfrage ist ab Spätsommer ein zweiter Kursus auf dem Vereinsgelände an der Badstraße über zwölf Wochenstunden geplant. Voraussetzungen sind lediglich ein Mindestalter von sechs Monaten, ein gültiger Impfpass sowie eine Tierhalterhaftpflichtversicherung.

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