Obertshausen - „Ich darf heute hier wieder Krach machen“, sagt Wolfgang Buchberger und grinst dabei. „Ich hab mir gestern extra noch neue CDs besorgt - und heute ist das Wetter auch wirklich gut. “ Von Karl-Heinz Otterbein

© Otterbein
Die „Boygroup“ der Offenbacher Fröbelschule heizte beim gemeinsamen Warm up mit dem Safri Duo-Hit „Helele“ ein.
Buchberger, vielen Oberts-hausenern und Musikfans aus benachbarten Kommunen besser als „DJ Leo“ bekannt, war gestern wieder für die musikalische Unterhaltung beim sechsten Spiel- und Sportfest für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung verantwortlich, das der Kreis Offenbach zusammen mit der Stadt Obertshausen und der Initiative „Freunde für Freunde“ im städtischen Sportzentrum an der Badstraße veranstaltete.
Schon vor der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung, an der rund 330 Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule und der Janusz-Korczak-Schule aus Langen, der Fröbelschule aus Offenbach, der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule aus Rodgau und der Schule am Goldberg aus Heusenstamm teilnahmen, sorgte Leo für einen angenehmen Klangteppich, der den blauen Himmel und den strahlenden Sonnenschein über dem Sportzentrum ideal ergänzte.
Etwa 200 gelbe T-Shirts tragende Schülerinnen und Schüler der Georg-Kerschensteiner-Schule hatten einmal mehr die Betreuung der behinderten Kinder und Jugendlichen übernommen, kümmerten sich rührend um sie und sorgten dafür, dass sie bei dem Spiel- und Sportfest ihren Spaß hatten.
„Für unsere Schülerinnen und Schüler aus allen Bildungsgängen ist es fast schon eine Ehre, bei der Veranstaltung mithelfen zu dürfen“, sagte ein sichtlich stolzer Schulleiter Arnold Gündling. „Von ihnen muss man niemanden überzeugen, mitzumachen. Ich denke, bei dem Spiel- und Sportfest zu helfen, ist für junge Leute ein guter Einstieg in das ehrenamtliche Engagement.“
Solch hehre Gedanken hegten die meisten der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohl nicht, sie freuten sich auf einen Vormittag mit viel Bewegung an der frischen Luft - und den sollten sie auch bekommen.
Für das gemeinsame Warm up nach dem kurzen offiziellen Teil sorgte die „Boygroup“ der Offenbacher Fröbelschule, die zu dem Song „Helele“ des Safri Duos einen beeindruckenden Tanz präsentierte und die jungen Behinderten zum Mitmachen animierte.
An den rund um die Laufbahn, auf dem Spielfeld und einem Nebenplatz verteilten zwölf Stationen warteten dann die unterschiedlichsten Disziplinen auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sie je nach Interesse und Grad ihrer Behinderung absolvieren konnten.
So gab es Armbrustschießen und Dosenwerfen ebenso wie Basketball Zielwerfen, Baseball spielen, und Torwandschießen. Für Rollstuhlfahrer galt es unter anderem mit oder ohne fremde Hilfe Achter zu fahren, an einer Kletterstation mit abschließender Rutsche musste manch einer der jungen Teilnehmer seinen inneren Schweinehund besiegen. Und wer wollte, konnte sich im Wahrnehmungszelt in einem mit Plastikbällen gefüllten Planschbecken aalen.
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