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Aus den gebildeten Rücklagen der Stadt sind zwei Millionen Euro für das Stadionumfeld notwendig

Für Entsorgung und Sicherheit

Offenbach - Nun also doch, wie von Skeptikern stets befürchtet: Das Stadion-Projekt wird teurer als geplant. Die Verantwortlichen bei Stadt und Stadtwerke Holding werden dieser Formulierung sogleich widersprechen, richtig stellen und auf das gesteckte und eingehaltene Budget von 25 Millionen Euro verweisen. Von Martin Kuhn

© Georg

Die Bremer AG errichtet am Bieberer Berg derzeit die Fundamente für die neue Osttribüne.

Unterm Strich steht: Beide Seiten haben recht. Dennoch werden die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung bis zu zwei Millionen Euro bereitstellen müssen - für das sogenannte Stadionumfeld.

Es ist für manchen nicht einsichtig, böse Zungen würden sagen sauber. Im 2009 beschlossenen Paket sind nie enthalten gewesen: Bodensanierung und Bodenmanagement, Stadionvorplatz, Fußgängersicherung an der Y-Tangente, erhöhte Anforderungen zur Sicherheit im Leonhard-Eißnert-Park. Auch wenn’s nur ein schwacher Trost ist, neue Kredite muss die Stadt nicht aufnehmen. Bis zu zwei Millionen Euro netto stehen bei der seinerzeit von der Stadt gebildeten Rücklage „Stadion Bieberer Berg“ aus den Mitteln des Landesausgleichstocks bereit.

Rücklage aus Landesausgleichstock

Dass das Geld nun über die Stadtwerke an deren Tochter Stadiongesellschaft Bieberer Berg (SBB) fließt, ist gewollt. Verantwortung und Kosten für den Neuumbau wurden schließlich von der Kommune übertragen. Die reagiert nun auf teils bekannte Defizite und Bedenken. Wenn der Bieberer Berg bebt, geht nicht mehr viel am Stadion . Fußgänger schlängeln sich an Blechlawinen vorbei, während die Polizei bemüht ist, krawallbereite Gruppen auseinander zu halten. „So kann man das eigentlich nicht verantworten“, kritisierte im vergangenen Jahr der frühere stellvertretende Leiter des Hochbauamtes Albert Scherer. Seine Forderung, das Stadion weiter entfernt von der Straße zu errichten, fand indes kein Gehör.

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Dafür wird nachgebessert: An der Y-Tangente soll dauerhaft ein Weg die Fußgänger schützen; die Zeit der Pylonen und Absperrbänder ist vorbei. Im benachbarten Eißnert-Park installieren Firmen Licht und Überwachungkameras. Geld floss bereits in die fachgerechte Entsorgung des ehemaligen Erdwalls, der sich nahezu um das gesamte Spielfeld gezogen hat.

Vorplatz so gut wie fertig

Nahezu fertig ist der Vorplatz als öffentlich zugänglicher Platz mit Ein- und Ausfahrt zur Bieberer Straße. Von dort sind ganztägig (auch am Spieltag) Filiale der Sparda-Bank, Fanshop, OFC-Geschäftsstelle und die Handelsflächen zu erreichen. Für diese steht man nach Angaben von SOH-Geschäftsführer Peter Walther in Verhandlung mit mehreren Interessenten - ein Back-Shop wird’s definitiv nicht: „Unpassend für die Liegenschaft“, lautet das Urteil. Hingegen zieht die „Sportsman-Group“, zuständig für Marketing und Sponsoring, demnächst ein.

In deren Zuständigkeit fällt beispielsweise die Vermarktung der zehn VIP-Logen. Auch wenn’s mitunter anders artikuliert wird, stellt Peter Walther klar: „Wir erstellen diese Logen als erweiterten Rohbau - inklusive TV-Anschluss.“ Sache des Mieters sei die weitere Ausgestaltung und deren Bezahlung.

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