Offenbach - Die Nachfrage nach Kupfer hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Vor allem in der Elektronikbranche findet das Edelmetall aufgrund der guten Leitfähigkeit Verwendung. Von Martin Kuhn

© eorg
Kein Reif, kein Schnee, sondern eine „Riesensauerei“. ESO-Mitarbeiter mussten im Kaiserleigebiet die Hinterlassenschaften von Metalldieben beseitigen.
Stagnierendes Angebot und steigende Nachfrage eröffnen kriminellen Zeitgenossen ein Geschäftsfeld, auch in Offenbach. Dabei beschreiten Metalldiebe auch abenteuerliche Wege – etwa in der vergangenen Woche.
Das ruft die geballte Ordnungsmacht auf den Plan. Da zunächst eine Grundwassergefährdung angenommen wird, ist neben der Polizei auch das Offenbacher Umweltamt involviert. Schnell stellt sich heraus, dass das weiße Pulver mitnichten ein Gefahrstoff ist und es sich somit rechtlich um keine Straftat handelt. Die Umweltermittler des Präsidiums Südosthessen ziehen ab. Mit Nachdruck ermittelt fortan das Ordnungsamt, das später eine Anzeige wegen illegaler Abfallentsorgung formuliert.
Auf dem Areal finden sich 30 Feuerlöscher, die vorher nicht gerade fachmännisch entleert worden sind. Das Löschpulver ist großflächig versprüht. ESO-Mitarbeiter, zur Entsorgung herbeigerufen, machen sich hustend und wohl auch fluchend an die Beseitigung. Wer aber macht so eine Schweinerei mit den roten Behältnissen, außer vielleicht übermütige Abiturienten? Kupferdiebe, weiß ein Schaulustiger sofort. Die offiziellen Stellen sind da gewohnt zurückhaltender in der Einschätzung: Möglicherweise Metalldiebe, heißt es.
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