219.03.11|Offenbach|Offenbach|10
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Offenbach - Offenbach klammert sich an seine Masten. Ganz Offenbach? Sicher nicht. Aber als Sprachrohr für den Erhalt der beiden Flutlichtmasten am Bieberer Berg sieht sich die Interessengemeinschaft Stadionbau. Von Martin Kuhn

© op-online.de
Die Choreographie war beim Auswärtsspiel in Aalen zu sehen: der Offenbacher Eichbaum, gesäumt von den beiden Flutlichtmasten. Wenn’s nach der IG Stadionbau geht, bleibt das auch am Bieberer Berg so.
Daher melden sich Volker Goll, Peter Rottschalk und Bernd Stevermüer neuerlich zu Wort. Ihre Botschaft, angelehnt an den Queen-Klassiker: „The Show MAST go on!“
Das Trio bezieht Stellung, hält anscheinend die offiziellen Bekundungen nicht für ausreichend. Im Etat für den Neu-Umbau (OB Horst Schneider) des Fußballstadions ist kein Geld für den Erhalt der Masten vorgesehen. Bei der künftigen Namensgeberin Sparda-Bank wird überlegt, wie sich Bewahrung und Versetzung eines der beiden Licht-Türme finanzieren ließen. Das kostet viel Geld. Vorsichtige Schätzung: 150.000 Euro pro Mast. Selbst diese Zahl ist für die Interessengemeinschaft kein Hindernis: „Wir sind gegen den Abriss dieser Wahrzeichen. Auch wenn die Flutlichtmasten für den Spielbetrieb nicht mehr benötigt werden, weil sie den modernen Anforderungen des Fernsehens nicht mehr gerecht werden, kann dies kein Grund sein, auf solch ein exponiertes Wahrzeichen zu verzichten.“
Deswegen fordert die IGS die Politik, den OFC sowie alle Mitglieder, Sponsoren und Fans der Offenbacher Kickers auf, sich für den Erhalt beider Flutlichtmasten zu engagieren: „Mit dem Zweiten sieht man besser!“ Alle Möglichkeiten zur Finanzierung von Rettung und Unterhalt müssten geprüft und ausgeschöpft werden, etwa die Aufnahme in die Route der Industriekultur.
Die Kampagne zum Erhalt der Flutlichtmasten hat mittels phantasievoller Aktionen schon begonnen. Im Stadion – am Stand der IGS sowie der „Boys“ – gibt es fünf Aufklebermotive zum Verkauf. Ein Banner („The Show MAST go on“) sorgte bereits für Aufsehen. Die Choreographie in Aalen mit den zwei Masten und dem Stadtwappen wurde von den Besuchern der Dritten-Liga-Website zur „Choreo des Monates Februar“ gewählt – vor den Aktionen aus Dresden und Erfurt.
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