Offenbach - Der Wochenmarkt ist mehr als ein Platz zum Einkaufen. Er ist gleichermaßen Treffpunkt, Nachrichtenbörse und Stimmungsbarometer. Dass die Offenbacher deshalb ihren Markt lieben und schätzen ist bekannt. Jetzt ist das sozusagen amtlich; dokumentiert durch eine Umfrage, die zwar wissenschaftlichen Maßstäben nicht genügt, aber einen eindeutigen Trend. Von Martin Kuhn

© Foto: Th. Meier
Daumen hoch für den Wochenmarkt. Die Kunden schätzen die frische Waren und die netten Beschicker.
Der veranlasst Oberbürgermeister Horst Schneider zu einer Aussage, an der er sich messen lassen muss: „Das viel gelobte Flair des Marktes wird auch nach dem Umbau erhalten bleiben.“
Die Marktbeschicker und das Amt für Öffentlichkeitsarbeit befragten die Kunden im Februar und März. Beachtlich: 969 Kärtchen wurden ausgefüllt - ein Rücklauf von etwa zehn Prozent. Auf den Karten gaben 55,4 Prozent dem Markt die Note 1 oder 1 plus. Frische und Vielfalt, Flair und freundliche Bedienung verbinden viele Menschen mit dieser Institution. Auf die Frage, was auf dem Wochenmarkt fehle, sind annähernd 45 Prozent wunschlos glücklich. Die andere Hälfte hat jedoch konkrete Vorstellungen, was verbessert werden könnte.
„Dass das Ergebnis so positiv ausfällt, ist vor allem ein Erfolg der Marktbeschicker. Sie machen die einzigartige Lokalität am Wilhelmsplatz aus“, urteilt Horst Schneider. „Wir sind stolz auf unseren Wochenmarkt und mit viel Spaß bei der Sache, was offensichtlich auf unsere Kunden abfärbt“, sagt Holger Wotke, Vorsitzender der Offenbacher Marktbeschicker. Tatsächlich lobte nahezu jeder vierte Teilnehmer der Umfrage (23,5 Prozent) die nette, „tolle“ Bedienung und/oder die gute Beratung der Marktleute. Am häufigsten hervorgehoben wurden die frischen Waren (40,8 Prozent) und das vielfältige Angebot (32,8 Prozent). Bemerkenswert: 38 Befragte loben „gute Preis-Leistungs-Verhältnis“.
Viele haben auch nach „langem intensiven Nachdenken nichts zu bemängeln“. Doch es finden sich auch deutliche Appelle an Verwaltung und Lokalpolitik: „Hände weg von unserem Markt.“ „Bitte, bitte nichts verändern“. Wie der Oberbürgermeister versichert auch Holger Wotke, dass der Charakter des Marktes erhalten bleibe. Die Beschicker wollen den Umbau mit einer Werbekampagne aktiv begleiten. Auf einige Wünsche der Befragten haben die Verantwortlichen allerdings keinen Einfluss. So verlangen einige nach „mehr Sonne“. Ihnen muss das Lächeln der Beschicker genügen...
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