Offenbach (joko) ‐ Man baut nur einmal im Leben ein Stadion – deshalb haben auch die Fans der Offenbacher Kickers versucht, sich an der Planung zu beteiligen. Sprecher der Interessengemeinschaft Stadionbau (IGS) ist Volker Goll.

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Volker Goll
Herr Goll, wie bewertet die IGS das neue Stadion?
Überraschend positiv, wobei unser Ausgangspunkt schwierig war. Als zumeist traditionalistische Fans, die im Grunde ihres Herzens kein neues Stadion wollten, fühlten wir uns aber als IGS verpflichtet, trotzdem das Beste daraus zu machen.
Wie war die Zusammenarbeit mit den Gremien, mit den Planern, wurden die Wünsche der Fans berücksichtigt?
Faktisch finden wir im vorgestellten Modell viele Dinge wieder, die ein Fananliegen waren. Nun muss man sehen, ob das alles so umgesetzt werden kann.
Wo gibt es noch Handlungsbedarf?
Im Grunde in jedem Detail. Sei es die noch fehlende Rückwand der Waldemar-Klein-Tribüne, ob wir die Blockabtrennungen niedriger bekommen oder ganz weg, Fanräumlichkeiten, Bauweise der Zäune. Ein Knaller wäre die Erhaltung eines der Flutlichtmasten, die für die Fanszene als besonderes Merkmal des Bieberer Berg gilt.
Wird die IGS den Stadionbau mit konkreten Vorschlägen begleiten?
Die eigentliche Arbeit geht erst los. Wenn man sich nun endlich entschließt, uns nicht nur anzuhören und die guten Vorschläge quasi stillschweigend zu übernehmen, sondern uns auch offiziell mit einzubeziehen, könnten wir sicher einiges Konstruktives beitragen.
Was überwiegt bei den Fans: Nostalgische Gefühle wegen des Abschieds vom Bieberer Berg? Oder Vorfreude auf eine neue Ära?
Die Bandbreite reicht von gegen den Neubau bis hin zum sehnlichen Wunsch nach Veränderung. Dazu kommt der uns aus all den Jahren angeeignete Zweckskeptizismus: Mal sehen, ob die das alles überhaupt hinbekommen... Ich gehe davon aus, dass das Abschiednehmen noch schwer fallen wird. Einem neuen Stadion – egal wie toll und modern – fehlen nun mal die Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse.
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