830.12.09|OffenbachFacebook
Artikel drucken|Artikel empfehlen|Schrift a / A
Offenbach ‐ Man schlendert über den Platz, wandelt unter einer Baumallee, blickt auf einen Hauseingang. Der Videospieler im Betrachter erwartet, dass im nächsten Moment ein Charakter auftaucht, der in virtuellen Spielwelten meist Gefahr verheißt und in den elektronischen Mülleimer zu pusten ist. Von Martin Kuhn

© Georg
Auf geht’s zum virtuellen Rundgang über den Wochenmarkt. Stadtsprecher Matthias Müller hat auf seinem Verwaltungsrechner bereits Zugang zu dem entsprechenden Programm.
Diesmal kommt’s aber nicht so weit. Das hier ist ein sicheres Pflaster - bald als Wilhelmsplatz zu identifizieren, mit seinem markanten, wenn auch im Frühjahr gelichteten Kastanienbestand. Eine Tür führt geradewegs ins Lokal „Tafelspitz“. „Da ist demnächst die Speisetafel zu lesen“, sagt Stadtsprecher Matthias Müller und weist auf ein weiteres liebevolles Detail hin. Das Nummernschild der motorisierten Droschke auf dem Stellplatz ist einem bekannten Offenbacher Taxiunternehmer zuzuordnen. Da ist wohl der Lokalpatriot im Programmierer durchgegangen; es belegt aber auch, wie weit moderne Computertechnik gehen kann.
Das Team um Jörn-
„Nein“, beeilt sich Oberbürgermeister Horst Schneider, zu versichern. Er sieht in dem 3D-
Was hier als geradezu spielerische Leichtigkeit daherkommt, ist nur dank intensiver Vorarbeit und gewaltiger Rechnerleistung zu stemmen. Federführend für das 3D-
Grundlage fürs 3D-
Für die Vermesser, deren wesentliche Aufgabe die Abbildung der Stadt ist, war die Erfassung der Höhenzahlen stets Bestandteil der Arbeit, „nur wurde das nie dargestellt“. Das hat sich nun geändert und die Datenmenge kräftig wachsen lassen. Zusammengerechnet ergibt das eine Datenmenge von 31,4 Gigabyte. Vorteil: Für Ingenieurplanungen sind die Daten per Knopfdruck jederzeit abrufbar.
Damit sich aus den Bytes ein detailgetreues Computerbild formt, sind Luftbilder und Aufnahmen einzelner Gebäude einzuarbeiten. Der Lohn: Offenbach in 3D; aber wie gesagt: nur für einzelne Projekte, beziehungsweise Plätze oder Straßen. Damit könnte Horst Schneider eine seiner Visionen zumindest auf den städtischen Rechnern entstehen lassen: Die Öffnung der Stadt von der Herrnstraße zum Mainufer; ohne den begrenzenden Hochwasserschutz, der einem mobilen System weichen soll, dafür mit einer Bewirtschaftung. Bis das soweit ist, können Offenbacher ab kommender Woche einen 3D-
Schreiben Sie zum Beitrag Ihre Meinung oder laden Sie Bilder und Videos zu ihrem Profil hoch. In unserer Community lernen sie sicher auch neue Freunde kennen.