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Den Posten bei der IG Metall in Offenbach will er abgeben

Dreibus in Linken-Spitze

Offenbach ‐ Ein Offenbacher wird eine der wichtigsten Funktionen bei der Linkspartei übernehmen: Werner Dreibus soll als Nachfolger von Dietmar Bartsch Bundesgeschäftsführer werden, zusammen mit Caren Lay.

Werner Dreibus

© op-online

Werner Dreibus

In der Region ist Dreibus seit 1994 als Bevollmächtigter der IG Metall Offenbach tätig. Er war Gründungsmitglied der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) und sitzt seit 2005 im Bundestag. Mit Dreibus sprach unser Redaktionsmitglied Angelika Dürbaum.

Sie sollen im Mai zum Bundesgeschäftsführer der Partei Die Linke gekürt werden. Warum gibt es nun auch auf diesem Posten eine Doppelspitze?

Die Linke befindet sich in der Phase des Zusammenwachsen. Unterschiedliche politischen Kulturen müssen miteinander vermittelt, eine gemeinsame Sprache gefunden und einheitliche Parteistrukturen aufgebaut werden. Das erfordert große Anstrengungen und da liegt es nahe, diese auf mehrere Schultern zu verteilen.

Wird Ihre Berufung Auswirkungen auf Ihre gewerkschaftliche Arbeit in der Region Offenbach haben?

Seit meiner Wiederwahl als Abgeordneter des Deutschen Bundestages steht für mich fest, dass ich meine Arbeit als 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Offenbach in diesem Jahr aufgeben werde, um mich ganz auf die politische Arbeit zu konzentrieren. Daran halte ich fest.

Sehen Sie nach dem Rückzug von Oskar Lafontaine vermehrte Anzeichen für eine Kooperation von SPD und Linkspartei?

Unser Verhältnis zur SPD hängt nicht von einzelnen Personen unserer Parteiführung ab. Wir haben immer gesagt, dass wir die Kooperationen mit anderen Parteien davon abhängig machen, inwieweit wir unsere politischen Ziele verwirklichen können. Darin besteht in der Partei eine große Übereinstimmung.

Wird sich der Rückzug von Lafontaine auf den Wählerzuspruch auswirken, insbesonders in Westdeutschland?

Oskar Lafontaine hat sich aus Berlin aber nicht aus der Politik zurückgezogen. Er steht weiterhin für die Linke und er wird weiterhin für die Linke arbeiten, zum Beispiel im Wahlkampf in NordrheinWestfalen. Deshalb gehe ich davon aus, dass seine Entscheidung sich nicht negativ auf die Popularität der Linken auswirkt.

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