Die Hungerkatstrophe am Horn von Afrika, die im vergangenen Jahr für viele Schlagzeilen und erschütternde Bilder aus Somalia und Kenia sorgte, ist noch gar nicht ausgestanden, da droht schon das nächste Drama auf dem schwarzen Kontinent. Von SiegfriedMichel

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Siegfried Michel
Diesmal ist es der Westen der Sahelzone, wo die Länder Niger, Mauretanien, Mali und Tschad am stärksten betroffen sind. Auch die Lage in Senegal, Gambia, Burkina Faso, Kamerun und Nord-Nigeria gibt schon Anlass zu großer Besorgnis. Wieder leiden Millionen von Menschen unter einer schweren Dürre. Schnelle Hilfe ist jetzt wichtig.
Doch zeigt sich an dieser Entwicklung in Afrika auch, dass die Staaten dieser Erde beim Klimaschutz endlich Nägel mit Köpfen machen müssen. Richtig ist zwar, dass diese Regionen das periodische Ausbleiben von Regenfällen aus der Vergangenheit kennen. Doch aufgrund des Klimawandels werden die Dürrephasen immer intensiver, sie dauern länger und kommen in kürzeren Abständen. Blieben früher nach UN-Angaben die Regenfälle etwa alle sieben bis acht Jahre aus, so wird die West-Sahelzone jetzt bereits von der dritten Dürre in nur einem Jahrzehnt heimgesucht. Das hat zur Folge, dass die Menschen sich noch nicht von der vorangegangenen Krise erholt haben, wenn schon die nächste über sie hereinbricht. Eine lebensbedrohliche Abwärtsspirale ergibt sich so.



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