Kommentar zur Situation zwischen Europäischer Union und der Türkei

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    • 17.10.13
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EU und Türkei

Kommentar: Falsches Signal

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Von Detlef Drewes -

Man muss sich schon sehr wundern. Da lässt der türkische Regierungschef tagelang Demonstranten im Stile eines Diktators von der Straße knüppeln und bekommt anschließend von der Europäische Kommission ein Zeugnis ausgestellt, in dem diese Vorgänge nur noch eine Fußnote sind. Natürlich sollen die Fortschritte, die Ankara in vielen Bereichen gemacht hat, nicht übersehen oder übergangen werden.

Aber das Regime hat sich in diesen Wochen des Juni und Juli in einer Weise entlarvt, die Beitrittsverhandlungen schlicht unerträglich machen. Das Argument des Kommissars, man soll gerade deswegen an der Perspektive einer Vollmitgliedschaft festhalten, ist zwar nachvollziehbar, aber es trifft nicht. Die Kriterien, die die EU für Kandidaten aufgestellt hat, müssen vorher erfüllt sein, nicht hinterher.

Zustimmung in 28 Parlamenten unwahrscheinlich

Deshalb wäre es auch jetzt das falsche Signal, die brachliegenden Verhandlungen wieder neu aufzunehmen. Zumal ohnehin jeder weiß, dass sie auf absehbare Zeit zu keinem Ende kommen werden. Dazu ist das Hindernis einer Zustimmung in allen 28 nationalen Parlamenten unerreichbar hoch. Deshalb wäre es fairer und politisch korrekt, mit der Türkei über ein anderes Modell der Kooperation zu sprechen.

leserbriefe@op-online.de

Rubriklistenbild: © Michael Hof

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Kommentare

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wos17.10.2013, 22:41Antwort
(0)(0)

Es geht sehr wohl um dieses Detail!
Wozu es führt, dies kann man in islamischen Ländern sehen, welche Rechte andere Religionsgemeinschaften haben.

Eulenspiegel17.10.2013, 17:16Antwort
(2)(0)

In diesem Fall geht es nicht um die christliche, oder muslimische Ausrichtung. Die Türkei hat einfach zu große Defizite in Ihrem Verständnis für Demokratie. Allein deshalb verbieten sich Beitrittsverhandlungen.

wos17.10.2013, 10:00
(0)(0)

EU kein Vaterland!
Die EU kann immer nur ein Becken für Vaterländer sein!
Europa war und ist ein christliches Zentrum kein muslimisches Zentrum.
Trotz dem vielen Blabla wegen Multikulti sollten die Abgeordneten diesen feien Unterschied immer beachten.
Freiheit für Religionen heißt auch, dass die christliche Religion in den Länder nicht christlicher Ausrichtung auch die gleichen Rechte bekommt, wie man für andere Religionen innerhalb der EU fordert!

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