Offenbach (psh) ‐ Weltweit hungern Millionen Menschen - aber allein in Deutschland werden Jahr für Jahr bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Vor allem das Mindesthaltbarkeitsdatum hat sich nach Angaben von Experten als „Vernichtungsgrund“ erwiesen. Viele Menschen sind so verunsichert, dass sie sich nicht mehr auf ihr Näschen verlassen wollen und sich lieber auf Stempel bzw. Aufdruck verlassen.
Diplom-Ökotrophologin Susanne Sachs von der Verbraucherzentrale Hessen bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung: „Viele Verbraucher sind tatsächlich unsicher, ob Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeit noch genießbar sind; sie befürchten Beschwerden wie Magen-Darm-Probleme.“
In der schwarz-gelben Koalition wird jetzt intensiver denn je diskutiert, den Begriff Mindesthaltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln durch einen anderen Hinweis zu ersetzen. Der Vorsitzende des Ernährungsausschusses des Bundestages, Hans-Michael Goldmann (FDP), verwies in der „Saarbrücker Zeitung“ auf den englischen Verzehr-Hinweis „best before...“, was so viel bedeutet wie „am besten vor dem...“ verzehren. Auf Antrag von Union und FDP wird sich der Ernährungsausschuss des Bundestages heute mit dem Thema beschäftigen.
Blickpunkte Seite 3
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