Sie haben ganz klar die Republik verändert, die Grünen, die am 13. Januar 1980 in Karlsruhe als Partei das Licht der Welt erblickten. Der Gründungsparteitag der Anti-Parteien-Partei verlief mehr als nur chaotisch. Von Siegfried J. Michel
Da stritten Umweltschützer, Atomkraftgegner, Friedens- und Dritte-Welt-Bewegte, Vertreter von Schwulen- und Lesbenorganisationen sowie überzeugte Kommunisten. Was sie einte war, „Anti“ zu sein, gegen die etablierten Parteien und gegen das Establishment. Wohl niemand hätte dieser Partei zu diesem Zeitpunkt zugetraut, dass sie einmal mit Joschka Fischer einen Bundesaußenminister und Vize-Kanzler in einer Regierungskoalition mit der SPD stellen würde. Sah doch SPD-Geschäftsführer Egon Bahr in der Anti-Parteien-Partei seinerzeit sogar „eine Gefahr für die Demokratie“. Doch es kam anders.
Auch in der Atompolitik hat sich das Denken verändert. Inzwischen sprechen selbst die schwarz-gelben Koalitionäre in Berlin von einer Übergangstechnologie. Zwar soll der im Frühjahr 2000 vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin mit der Stromwirtschaft ausgehandelte Atomausstieg verschoben und damit die AKW-Laufzeiten verlängert werden. Der Weg geht aber ganz klar hin zu erneuerbaren Energien. Dass Homosexuelle heute eine rechtsverbindliche Lebenspartnerschaft eingehen können, ist auf Bestrebungen der Grünen zurückzuführen. Auch in Sachen Gleichberechtigung von Frauen waren sie treibender Motor - und, und, und.



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