Hamburg - Neuer Verdacht gegen den früheren Hamburger SPD-Sprecher Bülent Ciftlik: Der 37-Jährige, der bereits wegen Vermittlung einer Scheinehe angeklagt ist, soll auch gefälschte Polizeivermerke hergestellt haben.

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Schwere Vorwürfe richten sich gegen Hamburgs Ex-SPD-Sprecher Bülent Ciftlik.
Ermittler durchsuchten am Donnerstag daher erneut die Wohnung und zwei Büros des Bürgerschaftsabgeordneten, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, sagte. “Es geht um den Verdacht der Verleumdung von Personen des politischen Lebens.“ Möllers bestätigte damit Berichte der “Hamburger Morgenpost“ und des “Hamburger Abendblatts“.
Ciftlik muss sich von April an vor Gericht verantworten, weil er 2008 eine Ex-Lebensgefährtin zu einer Scheinehe mit einem türkischen Bekannten überredet haben soll - um für ihn eine Aufenthaltserlaubnis zu erschleichen. Der Sozialdemokrat hat diesen Vorwurf stets bestritten. Im November waren dann die gefälschten Vermerke des Landeskriminalamts aufgetaucht. Darin wurden Ciftliks innerparteiliche Gegner Mathias Petersen und Thomas Böwer bezichtigt, für die Ermittlungen gegen ihn verantwortlich sein.
dpa
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