US-Präsident Barack Obama hat in der Sex-Affäre um elf Personenschützer des Secret Service eine „gründliche und rigorose“ Aufklärung gefordert. Die Beamten waren wegen „schweren Fehlverhaltens“ vom Amerikagipfel in Cartagena de Indias (Kolumbien) abgezogen, nach Hause geschickt und dann vom Dienst suspendiert worden. Sie sollen nach Medienberichten ein Trinkgelage veranstaltet und sich mit Prostituierten eingelassen haben.
„Sollte sich herausstellen, dass sich die Anschuldigungen, die in der Presse erhoben wurden, bestätigen, dann werde ich natürlich wütend sein“, sagte Obama am Sonntag (Ortszeit) in Cartagena. Er ist mittlerweile nach Washington zurückgekehrt.
Barack Obamas Familie in Bildern
Die US-Medien hatten am Sonntag unter Berufung auf den Vorsitzenden des Ausschusses für Heimatschutz im US-Repräsentantenhaus, Peter King, Einzelheiten der angeblichen Vorfälle veröffentlicht. Demnach hatten Mitarbeiter des „Hotels Caribe“ am Donnerstagmorgen nach 7 Uhr eine Frau im Zimmer eines Agenten entdeckt. Weil dies gegen die Vorschriften des Hotels verstoßen habe, hätten sie die Polizei informiert. Diese habe dann die US-Botschaft verständigt.
Obama befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in Washington. Die Beamten gehörten zu einer Vorhut, die nach Kolumbien geschickt worden war. Inzwischen hat auch das Pentagon eigene Untersuchungen eingeleitet. Sie betreffen fünf Militärangehörige, die im selben Hotel wie die Personenschützer wohnten. Sie sollen eine Ausgangssperre missachtet und sich unangemessen verhalten haben.
dpa























