Verbraucher sollten es als Appell verstehen, mehr über ihre Strom - und Gaskostenrechnungen nachzudenken: In Hessen müssen je nach Wohnort immer noch sehr unterschiedliche Preise für Energie bezahlen. Nach Angaben der Firma „Toptarif“ gibt es Preisunterschiede beim Strom um erstaunliche rund 18,5 Prozent.

Offenbach-Post
Beim Gas sind es sogar bis zu 36 Prozent. In Herborn ist der Strom demnach am teuersten, erfreulicherweise unter anderem in Offenbach am billigsten. Es lohnt sich also auch in der Region nachzurechnen.
Dabei ist es verwunderlich, dass noch immer so viele nicht bereit sind, den Wettbewerb bei der Ware Energie zu fördern. Wenn zum Beispiel Milch oder Butter in einem Supermarkt mal wenige Cent billiger sind, dann fahren viele sogar gerne einige Kilometer weiter in den nächsten Laden. Warum lässt es dann weiterhin die meisten Kunden kalt, dass der Strom beim Konkurrenten auf Dauer billiger ist?
Den Grünen in Hessen ist zuzustimmen, wenn sie sich von der gestern vorgestellten Untersuchung in ihrer Einschätzung bestätigt sehen, dass der Energie- und speziell der Gasmarkt auch vom Wirtschaftsministerium in Wiesbaden noch viel genauer unter die Lupe genommen werden muss. Sie hätten ihre Forderung aber auch aufs Trinkwasser ausweiten sollen. Denn es gibt Anzeichen, dass einige Wasserunternehmen in Hessen schlechter wirtschaften als andere. Es droht Monopolmissbrauch durch überhöhte Preise. Warum wird dieses Thema nicht deutlicher angesprochen?
peter.schulte-holtey@op-online.de



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