Offenbach - Biene sein ist kein Honigschlecken. Auch wenn der Alltag der Insekten anderes vermuten lässt. Der hat nämlich wenig vom Lotterleben Majas und Willis, sondern ist gespickt mit Arbeit. „Ein Bienenvolk, das im Sommer aus rund 50 000 Bienen besteht, muss einen Tag lang schuften, um ein halbes Kilo Honig zu produzieren“, sagt Jürgen Panthöfer. Von Jens Dörr

© Dörr
Achtung Einflugsschneise: In einem Bienenstock ist in der Regel nur die Weiblichkeit in Bewegung. Die männlichen Bienen sind an der Honigproduktion nicht beteiligt. Die Fortpflanzung ist in erster Linie Angelegenheit der Königin.
Kein Wunder, dass da die Lebenserwartung einer Arbeiterin – sie stellen den größten Teil eines Bienenvolkes – im Sommer mit rund 30 Tagen nicht die höchste ist. Immerhin: Später im Jahr geboren, bringen sie es auf ein halbes Jahr – bei den Bienen wird die Kurzarbeit im Winter angemeldet.
Panthöfer könnte das alles wohl im Schlaf referieren, teilt aber seine Bienenkenntnis mit dem Autor dieser Zeilen, als wäre es das erste Mal. Das summende Insekt hat es ihm angetan. Nicht nur, dass Panthöfer als Hobby-Imker selbst einige Bienenvölker besitzt und sich so morgendlich am selbst erarbeiteten Honig-Brötchen gütlich tun darf; seine Erfahrung teilt er auch mit potenziellen Neu-Imkern. Was Not tut: „In Hessen ist der durchschnittliche Imker männlich und zwischen 60 und 70 Jahren alt“, weiß Panthöfer.
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