Nieder-Roden (eh) - Kurze Wege für Fußgänger und Fahrradfahrer soll es im Wohngebiet „Forschheimer See“ auch künftig geben. Dies sieht der Bebauungsplan N 19. 2 vor, der in den letzten Wochen für allerhand Wirbel sorgte.

© Grafik: eh
Kurze Wege bieten die blau eingezeichneten Strecken, die zum Teil über Spielplätze führen. Den Weg an der gepunkteten Linie möchte der Magistrat neu in den Bebauungsplan aufnehmen.
Entgegen der Befürchtung vieler Kritiker enthält der neue Plan-Entwurf nicht weniger, sondern sogar mehr Wege als bisher.
In einer Unterschriftenaktion wenden sich 462 Bürger gegen den Verkauf eines Spielplatzes und eines brachliegenden Grundstücks an der Tannenstraße. Sie kritisieren, dadurch werde eine durchgehende Wegeverbindung von Rollwald zum Puiseauxplatz gekappt. Dabei handele es sich um eine wesentliche Änderung, so dass ein vereinfachtes Bebauungsplanverfahren nicht zulässig sei.
An einer anderen Stelle will der Magistrat einen inoffiziellen Trampelpfad legalisieren. Betroffen ist das Grundstück „Am Schulwäldchen 7“, dessen Verkauf auch bei der Bürgerinitiative unumstritten ist. Die Abkürzung zur Darmstädter Straße erspart Fußgängern mehr als 200 Meter. Sabine Fischer: „Wir haben erkannt, dass sich dort eine Wegebeziehung ergeben hat und bauen diesen Weg im neuen Bebauungsplan ordentlich aus.“
Für Fußgänger und Fahrradfahrer bedeute die Planänderung also einen Gewinn: „Im Grunde genommen gibt es noch einen Weg dazu, den es früher nicht gab.“
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