Dudenhofen (ma) - Aufmerksame Zuhörer fanden Bauausschuss-Vorsitzender Dieter Seib-Haller und Architekt Udo Raabe in der evangelischen Gemeinde Dudenhofen. Der Kirchenvorstand hatte zu einem Informationsabend zur geplanten Sanierung des Gemeindehauses und des Pfarrhauses eingeladen.

© Repro: Amrhein
Architekt Udo Raabe (links) und Dieter Seib-Haller (rechts) erläuterten die Pläne zum Umbau in der Kirchengemeinde.
Fassade, Dach, Fenster, Türen und Heizung des Gemeindehauses sind erneuerungsbedürftig. Der Versammlungsraum (bisher im Obergeschoss) soll Gemeindemitgliedern mit eingeschränkter Mobilität zugänglich gemacht werden. Das im Gemeindebesitz befindliche Pfarrhaus muss dringend heutigen Anforderungen angepasst werden. Seit April 2011 beschäftigt sich der Kirchenvorstand in Zusammenarbeit mit Diplom-Ingenieur Udo Raabe von der „Planungsgruppe Darmstadt“ intensiv mit dem Vorhaben.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Pfarrer Ralf Weißenstein erläuterte Seib-Haller dem Publikum, darunter auch Präses Elke Tomala-Brümmer, die Resultate der Beratungen. Das Architekturbüro habe für die Sanierung Kosten in Höhe von 720.000 Euro ermittelt, der Einbau eines Aufzugs sei nicht realisierbar.
Diese Ergebnisse hätten zum Umdenken angeregt und zur Erarbeitung eines neuen Konzeptes geführt. Bei dessen Erstellung seien auch die Bauverwaltung der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau (EKHN), die Pröbstin und der Dekan einbezogen worden.
Bücherei und Verwaltungsräume sollen verlagert und erweitert werden. Um die kirchenrechtlich festgeschriebene Größe von Gemeindehäusern nicht zu überschreiten, muss anschließend der jetzige erste Stock zurückgebaut werden, der danach als Jugend- oder Lagerraum genutzt werden kann.
Dem Pfarrhaus steht der Abriss bevor. Ein Neubau kann nur erfolgen, wenn die Gemeinde einen Zuschuss erhält. Bleibt dieser aus, muss künftig für den Pfarrer eine Wohnung angemietet werden. Laut Raabe würden sich die Kosten für das komplette Bauvorhaben auf rund 1,3 Millionen Euro belaufen.
Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Harald Kaiser, zeigte sich bezüglich der Umsetzung und Finanzierung zuversichtlich. Die Gemeinde verfüge über solide Rücklagen, die Verhandlungen über einen Zuschuss für den Pfarrhausneubau seien auf einem guten Weg. Die Kostenteilung für das Projekt liege bei 60 Prozent für die Kirchenverwaltung und 40 Prozent für die Gemeinde. Zur Deckung des restlichen Finanzbedarfs werde einerseits ein innerkirchlicher Kredit aufgenommen. Andererseits hoffe man auf Spenden aus der Gemeinde.
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