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Dudenhofener Bürgerhausfeier: Bühnenspaß und viel Musik ließen das schlechte Wetter schnell vergessen

Tolles Fest fürs Bürgerhaus

Dudenhofen ‐ Draußen ging ein Gewitter donnernd nieder und drinnen im Saal donnerte der Applaus. Kein Wunder, schließlich strapazierten die Hesselbachs von Dudenhofen die Lachmuskeln der Gäste zur 30-Jahre-Bürgerhausfeier einmal mehr aufs Äußerste. Von Bernhard Pelka

© Pelka, Petrat

Die „Queen“ Coverband ließ´es am Samstagabend vor dem Bürgerhaus krachen.

Die Laienschauspieler des Männerchors um ihre Regie führende Mitte Irene Resch sorgten mit dem Einakter „Der röhrende Hirsch“ unumstritten für den humoristischen Höhepunkt des kurzweiligen Abends. Trotzdem drängte sich das miese Wetter an mancher Tischrunde als zentrales Thema in den Vordergrund.

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Mutig hatten die Veranstalter von der IGEMO darauf gesetzt, den Bürgerhausgeburtstag unter anderem mit ihren Gästen aus der Partnerstadt Nieuwpoort weitgehend im Freien feiern zu können. Doch da hatten Blitz, Donner und Platzregen gründlich etwas dagegen. Deshalb musste die für Sonntag angesetzte Vereinsbörse auf später verschoben werden.

Der Stimmung im Saal tat das beim Auftakt mit dem Einakter aus den 60er Jahren keinen Abbruch. Irene Resch hatte das Stück „,auf Dudenhöfer Verhältnisse umgeschrieben“, ließ Moderator Werner Seib bei der Ankündigung des Bühnenspaßes mit verschmitztem Grinsen wissen. Da war jedem klar: jetzt wird's lustig, jetzt wird Dudenhöfer Platt gebabbelt. Und so kam's denn auch: Karin Gaußmann (Mama Mariesche), Matthias Väth (Baba Karl), Lisa Erhardt (Tochter Liesje), Adrian Klein (Bübsche Herbertsche), Bettina Klein (die raffinierte Tante Erna), Frank Erhardt (Sangesbruder Ernst-Ludwig), Helmut Lang (Antiquitätenhändler Herr Lang), und Winfried Seib (Herr Korz, Assistent des Antiquitätenhelfers) zogen beim Verwirrspiel um eine Bronzestatue, Bauernschläue und verwandtschaftliche Hassliebe vom Leder, dass das Zwerchfell nur so hüpfte.

Praller Wortwitz und humoristische Kleinigkeiten

© Pelka, PetratFür Bettina Klein („Tante Erna“) drehte sich bei dem Schwank zum Bürgerhausfest alles um den „röhrenden Hirsch“.

Es war nicht nur vordergründig praller Wortwitz, der hierbei gefiel. Vielmehr machten zahlreiche humoristische Kleinigkeiten am Rande den Schwank so sehens- und hörenswert. So hieß die Familie, um die es im „röhrenden Hirsch“ ging, natürlich - passend zum Titel des Stücks - mit Nachnamen Brunft. Oder die Ulk-Telefonnummer von Tante Erna: 0815 4711. Und Antiquitätenhändler Herr Lang war selbstredend ausnehmend klein, während sein Helfer, Herr Korz, ihn an Körpergröße weit überragte. Das bot die Bühne für herrliche Situationskomik und Schmunzeldialoge ohne Ende. Ein Beispiel: „Herr Lang, ich müsst mal korz fort. Is gut, awwer mache se net so lang.“

Obligatorische Rede des Bürgermeisters

Dem humorvollen Teil folgten während der Feier im Bürgerhaus die obligatorischen Reden. Bürgermeister Jürgen Hoffmann lobte die Kontinuität der in der IGEMO zusammengeschlossenen Vereine. So seien jene Vereine, die vor 30 Jahren das Bürgerhaus mit aufgebaut hatten, jetzt wieder bei der Ausrichtung des großen Fests dabei. Nun sei das Haus in die Jahre gekommen, aber die Stadt stehe zu dem Gebäude, formulierte Hoffmann ein klares Bekenntnis zu der Liegenschaft, die dringend der Teilsanierung bedarf.

Eine Brücke in die Partnerstadt Nieuwpoort schlug der dortige Stadtrat für Kultur Geert Vanden Broucke. Dort stehe ein ähnliches Bürgerhaus - als Treffpunkt der Generationen und Vereine. Es sei sehr wichtig, solche sozialen Einrichtungen aufrecht zu erhalten - gerade in einer Zeit der Vereinzelung. 30 Jahre Bürgerhaus und 35 Jahre „Verschwisterung unserer Städte“ seien nicht selbstverständlich, lobte er die Qualität des bisherigen Austauschs zwischen Dudenhofen und Nieuwpoort.

Ziel des Festes ist Erhalt des Bürgerhauses

Ortsvorsteher Karl-Heinz Kühnle stellte zufrieden fest, dass sich bei Festen wie diesem „,der wahre Zusammenhalt in unserem Ort zeigt“. Er erwähnte das Ziel des Festes. Der Überschuss solle in ein Projekt zum Erhalt des Bürgerhauses gesteckt werden. Dafür gebühre der IGEMO Dank und Anerkennung. Kühnle rief dazu auf, die Liegenschaft durch partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Stadt zu erhalten.

IGEMO-Chef Harald Deichmann dankte schließlich allen Helferinnen und Helfern, namentlich Werner Seib, Karlheinz Berndt und Petra Haller. Auch dankte er Bürgermeister Hoffmann ausdrücklich für den Dialog zwischen IGEMO und Verwaltungsspitze. „Dies war nicht immer so in der Vergangenheit, ist aber bei den anstehenden Aufgaben umso wichtiger.“

Zwischen den Reden unterhielten der Männerchor, geleitet von Ewald Jost, mit „Abendfrieden, Drei lachende Mädchen und Wer heut mit uns will fröhlich sein“ sowie die „Mixed Generations“ des Gesangvereins Germania unter Dirk Nawrocki mit zwei Liedvorträgen. Mächtig ins Zeug legte sich auch die Gebläsefraktion der Bigband „Pink“ aus der Partnerstadt.

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