Urberach (chz) - Kann das denn für Zuckerkranke gesund sein? Die Langener Diabetesberaterin Michaela Kramkowski hat drei Menüs zusammengestellt und dabei alle Kriterien hervorgehoben, die für die verschiedenen Diabetes-Typen wichtig sind.

© Ziesecke
Was Diabetesberaterin Michaela Kramkowski (2. von links) eingekauft hat, wird in der Küche der Petrusgemeinde gleich schonend und ernährungsbewusst zubereitet.
Einige Teilnehmer des Kochkurses der Diabetiker-Selbsthilfegruppe rieben sich verwundert die Augen, als sie die Speisekarte lasen: Leckereien wie Fenchelcarpaccio mit Orangenfilets und rosa Pfeffer, Grünes Gemüse auf Vollkornspaghetti, Mulligatawny-Suppe, gebratener Fisch auf Spinat mit Öl und Zitrone und Rosmarinkartoffeln, Saltimbocca an Karotten-Sellerie-Püree und Zabaione an frischen Früchten machten Appetit auf kommende Gaumenfreuden.
Die Langener Diabetesberaterin Michaela Kramkowski hatte drei Menüs zusammengestellt und dabei alle Kriterien hervorgehoben, die für die verschiedenen Diabetes-Typen wichtig sind. In der Küche des evangelischen Gemeindehauses informierte sie die 15 Hobbyköche, was bei welchem Gang das Wichtigste für ihren Körper und ihre Gesundheit ist.
Viele Menschen leben wissentlich oder auch unwissentlich mit dieser Erkrankung und könnten hier wertvolle Unterstützung bekommen. Doch der Weg in eine Selbsthilfegruppe fällt manchem schwer. Hans-Peter Förster, der Initiator der Rödermärker Gruppe, hat selbst nur auf Umwegen anlässlich einer anderen Erkrankung 2002 erfahren, dass er „Zucker hat“. Er suchte Hilfe beim Deutschen Diabetikerbund und wurde schnell zum Motor einer neuen Gruppe: „Das erste Jahr war ich total verwirrt: Alles, was gestern noch gut war an Ernährungsregeln, war heute falsch. Kein Fett? Kein Fleisch? Kein Alkohol? Das macht ja keinen Spaß mehr.“
Dass gerade bei Diabetes nicht die gleichen „Lösungen“ für alle Kranken gelten müssen, zeigen die Offenthaler Schwestern Veronika Glöckner und Irina Steltzer. Beide sind erblich vorbelastet – die gesamte Familie leidet an Diabetes. Sie leben aber nach unterschiedlichen Ernährungsgrundsätzen, teilweise mit Roggenvollkorn streng diätetisch und haben damit jeweils für ihren Krankheitstyp gute Erfahrungen gemacht – weshalb sie sich aber beide über alle Möglichkeiten informieren, so etwa über diesen Kochkurs.
Facebook 'Like' wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.