Urberach (chz) - Das 22. Seifenkistenrennen der Jugendfeuerwehren aus Rödermark und dem Kreis: Noch war der Mannschaftsname „Jugendfeuerwehr Urberach“ einfach aufgeklebt, doch ansonsten war der neue Flitzer der Hausherren schon perfekt.

© Ziesecke
Die nagelneue Seifenkiste der Jugendfeuerwehr Urberach wird hier an den Start geschoben – am Ende brachte sie der Mannschaft den Sieg.
In rund hundert Arbeitsstunden während zwei Monaten von Sven Jovic, Christian Rist, Kevin Kolwazik und Dennis Zischka gebaut, bekam er am Samstag seine Jungfernfahrt. Probeläufe waren nicht mehr möglich gewesen.
Die Urberacher waren zwar prima Gastgeber, doch sie machten ihrer eigenen Wehr alle Ehre: Als schnellster Fahrer wurde Sebastian Gawliczek aus Urberach vom stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Carsten Gerhold und der Rödermärker Bundestagsabgeordneten Patricia Lips geehrt. Mit seiner 25,8-Sekunden-Fahrt legte er auch den Grundstein für den Urberacher Gesamtsieg.
Den Fairnesspokal bekam die Mannschaft aus Ober-Roden, die ihre zweite Mannschaft freiwillig aufgelöst und verteilt und damit anderen Mannschaften zur vollen Stärke verholfen hatte – der zweite Pokal neben der Vizemeisterschaft an diesem Samstag.
Dritte auf dem Strohballen-Podest wurde die Jugendfeuerwehr aus Offenthal, eng gefolgt von Dietzenbach I und II, Rodgau Mitte, Offenbach II, Rodgau Mitte II und Offenbach I.
Was vor wenigen Jahren noch eine Seltenheit war, gehört inzwischen längst zum normalen Bild: Mädchen am Steuer, mit wehenden langen Haaren aus dem Helm heraus und mit derselben Selbstverständlichkeit am Start wie die Jungen.
Parallel zum Seifenkistenrennen nutzten die Jugendfeuerwehren das Treffen auch zur Abnahme der „Jugendflamme“, einem vor vier Jahren eingeführten Leistungsabzeichen, das alle Jugendlichen erfolgreich abschlossen. In mehreren Stationen galt es, feuerwehrtechnisches Wissen, Knotenkunde und Sportlichkeit zu beweisen. Elf Jugendliche aus vier Jugendfeuerwehren erwarben die Jugendflamme II, sechs Mitglieder aus zwei Wehren die Stufe III, das höchste Jugendabzeichen, das auch die „Leistungsspange“ voraussetzt und zudem einen 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs erfordert.
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