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Die Seligenstädter Christa und Gernot Janik halfen während eines Teneriffa-Urlaubes einem bestohlenen Ehepaar

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Seligenstadt (th) - Glück im Unglück für ein Ehepaar aus Rossdorf: Weil das Seligenstädter Ehepaar Krista und Gernot Janik ihm während des Urlaubs half, konnten die beiden Rossdorfer doch noch ein paar schöne Ferientage verbringen. Doch der Reihe nach...

© paw

Krista und Gernot Janik.

Weihnachten und Silvester will die Seligenstädter Familie Janik auf Teneriffa verbringen. Am 12. Dezember geht es los mit dem Flieger. Im Hotel angekommen, treffen sie auf das Rossdorfer Ehepaar, das sie bereits im vergangenen Jahr kennengelernt hatten. Man freut sich über das Wiedersehen, geht gemeinsam essen und spaziert am Meer.

Gernot Janik hat in seinem Appartement einen massiv verankerten Tresor, in dem er Papiere und das Geld aufbewahrt. Er bietet dem bekannten Ehepaar an, auch deren Wertsachen dort zu verschließen. „Das ist einfach sicherer“, sagt er heute.

Der Rossdorfer wird leider krank im Urlaub, muss dringend in ärztliche Behandlung. Jeder Urlauber weiß, dass in einem solchen Fall Bargeld nötig ist, damit die Ärzte im Ausland arbeiten. Er holt sein Geld aus Janiks Tresor, fährt zum Arzt, wird behandelt. Abends gehen die beiden Ehepaare noch gemeinsam eine Pizza essen, machen danach einen Spaziergang auf der Strandpromenade.

Die ganze Urlaubskasse war weg

Zurück im Hotel, klopft es etwas später wild an der Eingangstür von Krista und Gernot Janiks Zimmertür. „Kommt schnell rüber, bei uns ist eingebrochen worden. Die ganze Urlaubskasse ist weg!“ berichten die entsetzten Rossdorfer:

Sie hatten nach dem bar zu bezahlenden Arztbesuch ihr Geld nicht wieder in den Tresor der Bekannten gebracht. 800 Euro gestohlen. Passiert ist der Einbruch am 29. Dezember, die Rossdorfer planten jedoch, noch bis 16. Januar zu bleiben. Nur, ohne Geld…

Krista und Gernot Janik überlegen nicht lange. Sie, die bereits am 10. Januar Teneriffa verlassen wollten, teilten ihre Urlaubskasse mit den Beklauten. „Ich wollte zwar noch einen Mietwagen nehmen, aber dann fahren wir halt Bus“, erzählt Gernot Janik pragmatisch. Geteiltes Leid ist bekanntlich doppelte Freud´. Mit 500 Euro helfen die Seligenstädter ihren Bekannten spontan und selbstlos aus, leihen ihnen die Hälfte ihres eigenen Geldes. „Da haben wir nicht lange überlegt.“

Mittlerweile haben die Janiks ihr Geld natürlich zurückerhalten. „Wir waren jetzt neunmal auf Teneriffa. Nach dem Vorfall habe ich aber keine Lust mehr dahin zu fahren“, so Gernot Janik abschließend.

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