Seligenstadt (sam) - Ein offenes Haus solle die Moschee der islamischen Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat in Seligenstadt werden. Das hatte der Vorsitzende in Deutschland bei der Grundsteinlegung propagiert.

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Viermal täglich öffnet sich die Tür der Seligenstädter Moschee im Gewerbegebiet-Nord. Dort haben die Mitglieder der islamischen Glaubensgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat eine spirituelle Heimat gefunden.
Auch wenn dies in mehrfacher Hinsicht zu verstehen war: Allein zum Gebet öffnet sich die Tür täglich vier Mal. Am Stadtrand im Gewerbegebiet-Nord haben die Mitglieder jetzt eine spirituelle Heimat gefunden.
„Diese Moschee wurde am 19. Juni 2011 von Hadrat Mirza Masroor Ahmad eröffnet“. Ein Schild an der Eingangstür erinnert an die feierliche Zeremonie, mit der der Modulbau mit Minarett vor wenigen Wochen in Anwesenheit des Kalifen als höchstem geistlichem Würdenträger eingeweiht wurde. Mittlerweile ist der Alltag eingezogen in Gestalt von einem Dutzend Paar Schuhen, die kurz nach 14 Uhr im Regal des Eingangsbereichs auf ihre Träger warten. Es sind Jungen und Männer, die im Gebetsraum nebenan auf dem weichen Teppich knien und unter dem melodiösen arabischen Sprechgesang des Vorbeters ihre Rituale vollziehen. „Eigentlich sind fünf Tagesgebete vorgeschrieben, das erste beginnt eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang“, erklärt der Imam später, „aus Zeitgründen werden aber zwei zusammengelegt“. Mohammad Naeem-Khalid ist nicht nur gewählter und ehrenamtlich tätiger Vorbeter, sondern auch Präsident der rund 120 Ahmadis überwiegend pakistanischer Herkunft, die hauptsächlich in Seligenstadt, außerdem in Mainhausen und Hainburg leben. Den weiblichen Gemeindemitgliedern steht eine eigene Präsidentin vor, die deren organisatorische Angelegenheiten regelt.
Neben dem Tagesgebet und dem wichtigen Freitagsgebet treffen sich Kinder ab fünf Jahren und Erwachsene jeden Montag zum Koranunterricht sowie zu Versammlungen. „Dabei besprechen wir religiöse Themen, aber auch, wer mit dem Rasenmähen dran ist“, berichten Alimaan und Jawad. Das Grün im Außengelände soll noch durch Blumen ergänzt werden, außerdem fehlt ein Tor in der Einzäunung, im Gebetsraum ein Beamer.
Vor und nach den Gottesdiensten ist das Volleyballfeld auf dem Sandplatz vor dem Haus ein beliebter Sammelpunkt. Und: In der Bait-ul-Hadi-Moschee - „das bedeutet Haus des gutes Vorsatzes“, erklärt der Imam - wird auch gefeiert. Zum Beispiel im Fastenmonat Ramadan, der in diesem Jahr vom 2. bis 31. August stattfindet, und in dem die Ahmadis abends zum gemeinsamen Essen, dem Fastenbrechen, zusammenkommen. Die Belohnung für den Verzicht winkt beim Eid-ul-Fitr-Fest am 1. September. Für diese Gelegenheiten wurde der Multifunktionsraum der Moschee mit einer Einbauküche, Tischen und Stühlen ausgestattet.
Ein offenes Haus solle die Seligenstädter Ahmadiyya-Moschee werden, hatte Abdullah Uwe Wagishauser bei der Grundsteinlegung propagiert. Im September gibt es nach Auskunft des Imam einen Tag der offenen Tür, zu dem auch die Bevölkerung eingeladen ist.
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