Seligenstadt - Im alten Fundus des Heimatbundes wird am Samstagvormittag mal wieder geprobt. 15 Kinder und Jugendliche stehen sich in zwei Gruppen gegenüber und messen sich, Auge in Auge. „Wie würden sich die grauen Herren wohl bewegen?“, fragt Regisseurin Hannah Simon. Von Sabine Müller

© Hampe
Die jungen Akteure des Theaters am Main studieren derzeit Michael Endes „Momo“ ein und siond mit viel Spaß bei der Sache. Die Aufführungen sind für Mai vorgesehen.
„Zielgerichtet, die Zigarre im Mund“, meinen die Teilnehmer – und marschieren forsch aufeinander zu. Damit ist klar, welches Stück der Jugendtheaterkurs des Theaters am Main (TaM) derzeit einstudiert: Michael Endes „Momo“, nach einer Bühnenfassung von Anita Huber. Der Proberaum ist tapeziert mit Plakaten der bisherigen Aufführungen. In 2010 feierte die Amateurtheatertruppe ihr zehnjähriges Jubiläum und blickte dabei stolz auf 18 Stücke mit rund 80 Auftritten zurück. Der Jugendkurs, den es seit 2003 gibt, hat es sich ebenso wie das Erwachsenenensemble zur Aufgabe gemacht, anspruchsvolles Theater in Szene zu setzen. „Bei der Auswahl des Stückes hatten sich die Jugendlichen für ‚Das Tagebuch der Anne Frank‘ entschieden“, berichtet Hannah Simon, „das war jedoch für die KIeinen zu schwer“. Immerhin ist die Jüngste – die bezopfte Ariana – erst sechs Jahre alt, der älteste Teilnehmer 15. „Momo“ dagegen passt: „Ein ernstes Thema, in dem sich die Jugendlichen wiederfinden, mit vielen Ensembleszenen, aber auch einer Sprechrolle für jeden, Tanz und Musik. “.
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