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KFD-Sitzung: Ursula Stadler, Rita Zelder und Pfarrer Ludwig zum letzten Mal dabei

Närrische Abschiede

Seligenstadt - „„Als Sitzungspräsidentenfrau sag‘ ich hier heute tschüss und tschau. Für mich war es die letzt Saison, hier auf dem Präsidententhron. Von Dominik Stadler

Pfarrer Dieter Ludwig stand zum letzten Mal in der Bütt.

Pfarrer Dieter Ludwig stand zum letzten Mal in der Bütt.

Euch allen, dem Team, dem Publikum, sage ich frei und frank: Es war schön mit euch, für euer Vertrauen all die Jahre – vielen Dank. “ So lauteten die Worte von Ursula Stadler, die nach 13 Jahren Abschied nimmt als Sitzungspräsidentin der KFD-Frauenfastnacht. Und stolz konnte die Präsidentin sein, denn die Frauensitzung war ein voller Erfolg – Frauen-Power pur.

„Wir wollen feiern in froher Rund ein paar närrische und schöne Stund“, riefen Tanja Düben und Mutter Karin Weber im Prolog den Gästen zu. Dann marschierten KFD-Elferrat und das Prinzenpaar ein. Bevor Prinz Peter Marzellin I. und Prinzessin Julia ihre Antrittsrede verlasen, begrüßte sie Ursula Stadler mit einem eigens getexteten „Marcellinus-Lied“. Prinz Peter Marzellin I. wollte sein närrisches Publikum begrüßen, da schnellte Prinzessin Julia hervor und sprach: „Sonst hat der Prinz immer das erste Wort, heute aber nicht. Heut ist es des Prinzen Aufgabe nur, neben mir zu stehen und einfach nur gut auszusehen.“ Der Prinz konnte nur erwidern: “So ein ganzer Saal voller schöner Frauen, des muss ich als katholischer Prinz erstemal verdauen.“

Daniela und Anne Bärbel Hufnagel sorgten mit ihrem Vortrag über die „Kirchen-Bonuspunkte-Sammelkarte“ für Gelächter. Eine Wucht auf der KFD-Bühne ist die Tanzgarde I der Seligenstädter Fastnachtsfreunde (SFF). Unter der Leitung von Christien Weis sorgten die Mädels für einen Höhepunkt. Als „Zwaa Maafische“ kamen Traudel Höfling und Lena Winter in die Bütt geschwommen und erzählten von ihren Ausflügen in die Kernstadt. Ob Geleitsfest, die vielen Kreisel, Schönheitswahn oder dem Mann als Fehlproduktion - die Narrenschar hatte zwei Klein-Welzheimer auf ihrer Seite. „Geschichten mit Humor gefüllt“ bot das Moritat-Ensemble Janina Wolf, Katrin Bauer, Daniela und Anne Bärbel Hufnagel, Claudia Schrod und Rita Zelder.

Abschied von der närrischen Bühne nahm nach 35 Jahren als Moritat-Aktrive Rita Zelder, die zum Ehrenmitglied der KFD-Moritat ernnant wurde. „Ein Jubilar jubelt über 200 Jahr Basilika“, so zeigte sich Pfarrer Dieter Ludwig auf der Bühne im Riesensaal. Er trug die Geschichte der Pfarrkirche in filigraner Reimform vor. Auch er verkündete seinen Abschied aus der Bütt und fügte hinzu: „Manches schmerzlich ich werd’ misse, kann keine Prinzessinne mehr küsse.“

Ivana Jokic und Lisa Wellner von der SFF zelebrierten anschließend als Solomariechen ein fastnachtliches Brauchtum. Trainiert werden sie von Steffi Bauer und Lisa Wellner selbst. Die „Welzemer Maamädcher“ brachten mit ihrem Gesangs-Potpourri alle das närrische Volk in Stimmung. „A mords Gaudi“ verbreitete der Tanz des KFD-Elferrates. Unter der Leitung von Sigi Biegel legten die Damen bayerisch, zünftig und schick eine kesse Sohle aufs Parkett. Als schwarzafrikanische KFD-Frauen kochten die „Marktplatzberschde“ eine pikante Brühe und ließen keinen Fettnapf unbenutzt. Bettina Sattler, Stefanie Siddi, Monika Kemmerer, Angelika Burkard, Katrin Bauer und am Klavier Gerhard Sattler würzten mit ihren afrikanischen Klängen die „Narrensuppe“. Darauf folgte das Heimatbundballet I.. Unter der Leitung von Vanesa Bagnioli und Katja Rauh boten die Mädels einen anspruchsvoll synchronen Showtanz zum Motto „Let ist Rain“. Über die Chaotenbank berichteten Rosi Kühn und Hilde Maurer. Sie haben einen Online-Banking-Kurs gemacht, im Wald den Dax gesucht und wussten nicht wer der „Doofe“ Jones ist – herrlich anzuhören. Die „Dippelscher“ sangen als „Schäfchen vom Klostergarten“ über lustige Begebenheiten, die sie im Gehege oder nach dem Ausbüchsen erlebten. Ein sehr gelungener Gesangsvortrag von Monika Sommer, Bärbel Imgram, Claudia Millitzer, Susanne Wollenweber, Monika Weber, Hilde Stadtmüller und am Roland Grimm (Akkordeon). Karin Fuchs klagte über ihre Abnehm-Probleme, doch damit sollte Schluss sein: „Betracht’ ich mich und mein fülliges Dekolleté, sag ich - ach – Dicke sind ja auch ganz schee.“ Musikalisch gestaltete Robert Roth den gelungenen Abend.

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