3519.07.10|Seligenstadt|Seligenstadt|3
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Seligenstadt ‐ Minutenlang ertönt am Abend vom Seligenstädter Mainufer her ein durchdringendes Signalhorn bis in die Stadt hinein. Es lässt nichts Gutes erahnen. Und in der Tat, auf Höhe des Festplatzes liegt ein etwa 40 Meter langes Arbeits- und Wohnschiff. Von Armin Wronski

© Wronski
Havariertes Arbeits- und Wohnschiff auf dem Main: Feuerwehr und DRK-Helfer sind zur Stelle.
Der Bootsführer hat den Anker geworfen. Vereinzelte Hilferufe sind deutlich zu hören. Eine Person ist von Bord gestürzt und treibt im Main stromabwärts.
Rauch zeigt an, dass es im Innenraum des Schubverbandes brennt. Wenig später rollen die ersten Hilfsfahrzeuge der Feuerwehr an. Auf dem Main rauschen in voller Fahrt die Rettungsboote der Wehren Seligenstadt, Klein-Welzheim und Klein-Krotzenburg sowie der DLRG Seligenstadt heran. Das spektakuläre Treiben hat mittlerweile über 100 Zuschauer mobilisiert, die den Aufmarsch der Hilfsarmada staunende verfolgen.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist gewiss: Es handelt nicht um einen Ernstfall. „Das ist die erste Großübung dieser Art im Flussabschnitt Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen“, ist vom früheren Stadtbrandinspektor Dr. Richard Georgi zu erfahren, der zusammen mit Tobias Herr die Großübung Wochen vorher minutiös geplant hatte. Beide waren auch gesamtverantwortlich für den Ablauf vor Ort. Die Einsatzleitung liegt in den Händen von Stadtbrandinspektor Alexander Zöller. Insgesamt sind rund 70 Hilfskräfte mit 15 Fahrzeugen aufmarschiert. Das Spektakel endete gegen 22 Uhr.
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