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Anleger der Deutschen Bank können aus "Todeswette" aussteigen

Deutsche Bank: Ausstieg aus "Todeswette"

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank bietet Anlegern nun den Ausstieg aus der heftig kritisierten "Todeswette" an. Der geschlossene Fonds wirft Gewinn ab, wenn bestimmte Personen früher sterben als erwartet.

Eine ethisch zweifelhafte Geschäftsidee fällt der Deutschen Bank auf die Füße: Nach heftiger Kritik bietet der Konzern Anlegern nun den Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds „db Kompass Life 3“ an. Das Produkt ist eine Art Wette auf die Restlebensdauer von etwa 500 Menschen: Sterben die sogenannten Referenzpersonen früher als erwartet, erhöht sich die Rendite für die Investoren.

„Die Anleger werden in Kürze ein schriftliches Rückkaufangebot erhalten. Damit können sie ihr investiertes Kapital unter Abzug zwischenzeitlich erhaltener Zahlungen zurück erhalten“, teilte die Deutsche Bank am Mittwoch in Frankfurt mit. Damit reagiere die Bank auf die „öffentliche Diskussion um die Berechtigung des Produkts“.

Der „Spiegel“ hatte Anfang Februar über Kritik des Bankenverbandes an der „Todeswette“ berichtet. „Dies ist mit unserer Wertordnung, insbesondere der in ihrem Mittelpunkt stehenden Unantastbarkeit der menschlichen Würde, kaum in Einklang zu bringen“, zitierte das Magazin die Ombudsstelle des Bankenverbands.

Der Fonds wurde nach Angaben der Bank 2007 aufgelegt. Etwa 10.000 Anleger, hauptsächlich aus Deutschland, investierten rund 200 Millionen Euro. Die Referenzgruppe bestehe aus US-Bürgern, die sich freiwillig gemeldet und dafür eine Entschädigung erhalten hätten.

dpa

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