Erste Bilanz nach wenigen Tagen

A3-Baustelle: Bereits 16 Unfälle mit zehn Verletzten

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Offenbach - Montag 7.45 Uhr: neun Kilometer Stau, Montag 19.30 Uhr: sieben Kilometer Stau, Dienstag 7.45 Uhr neun Kilometer Stau – drei Momentaufnahmen an der Großbaustelle auf der A3 zwischen Obertshausen und Offenbacher Kreuz, die seit fünf Tagen in Betrieb ist. Von Michael Eschenauer

Sie zeigen, dass es zwickt auf dem Abschnitt, den täglich 133.000 Fahrzeuge passieren. Die Autobahnpolizei Langenselbold bilanziert bereits 16 meist Auffahrunfälle mit zehn Leichtverletzten. Dennoch zieht Christian Kress, Leiter Einsatz und Organisation, eine verhalten optimistische Bilanz. Im Vergleich zur Lage von vor zwei Jahren rolle der Verkehr bisher relativ gut. Es gebe die normalen Staus während der morgendlichen und abendlichen Rush-Hour, so Kress, und die neue Baustelle mache die Lage nicht besser. „Monster-Staus“ seien aber ausgeblieben. Dies liege nicht zuletzt daran, dass Fahrspuren verbreitert worden seien und die Polizei mit Streifen und elektronischem Gerät erheblichen Überwachungsdruck aufbaue. So habe man „jede Menge Tempoverstöße“ geahndet. Ein Risiko berge eine weitere, ähnliche Baustelle auf der A3 zwischen Seligenstadt und der bayrischen Landesgrenze in Richtung Würzburg ab Mitte August. Hier bestehe im Extremfall die Gefahr eines Rückstaus bis Frankfurt-Süd.

Eine Sprecherin der Straßenverkehrsbehörde HessenMobil sprach gestern von einzelnen Pannen im Baustellenbereich, die allerdings sofort zu Staus geführt hätten. Die Fahrer seien erst dabei, sich an die Baustelle zu gewöhnen. Die Arbeiten bei Seligenstadt seien unverzichtbar und fänden deshalb zum Teil parallel statt, weil man Maßnahmen zeitlich bündele, um langjährige Beeinträchtigungen zu vermeiden.

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