Auch noch Verdacht der Geldwäsche bei Kickbox-Zwillingen

Offenbach (ad.) ‐ Das Sündenregister der Offenbacher Brüder wird immer länger. Nach Angaben der Polizei geht es jetzt auch noch um den Verdacht der Geldwäsche und des Betrugs zur Erlangung eines Kredits. Gestern wurden Banken in Frankfurt und Darmstadt durchsucht.

Ein 34-Jähriger, der als Mittler bei Geschäften aufgetreten sein soll, und ein 25 Jahre alter Bankangestellter wurden vorübergehend festgenommen.

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Zwillinge als Schutzgelderpresser in Verdacht

Wie vergangene Woche berichtet, stehen die als Kickbox-Meister bekannten Brüder im Verdacht, in mehr als 10 Fällen mindestens 100.000 Euro Schutzgeld von meist türkischen Geschäftsleuten aus der Region erpresst haben; zudem werden den Männern - einer wurde vor kurzem gefasst, nach dem zweiten wird mit Haftbefehl gefahndet - schwerer Raub, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen vorgeworfen. Die türkischen Brüder sollen als Trainer einer Offenbacher Kampfschule fungiert haben. Getarnt als „Sponsoring“ für ihren „Fight-Club“ sollen Geschäftsleute Schutzgeld bezahlt haben. Wer nicht zahlen wollte, bekam Besuch von im Fight-Club ausgebildeten Helfern.

Gefälschte Gehaltsabrechnungen und Häuser-Gutachten

Die Staatsanwaltschaft hat für Zeugen oder Opfer eine Hotline eingerichtet, die rund um die Uhr erreichbar ist. Die Nummer lautet 069/8098-1234.

Damit nicht genug: Nach Erkenntnissen von Staatsanwaltschaft und Polizei wollten die Zwillinge Mitte 2009 je ein Haus in Dieburg-Münster und in Offenbach erwerben. Zur Erlangung der Kredite legten sie offensichtlich gefälschte Gehaltsabrechnungen und Häuser-Gutachten vor, um die benötigte Bonität bei den Geldhäusern vorzutäuschen. Da möglicherweise auch Sachbearbeiter der Banken in diese Machenschaften involviert waren, durchsuchten Staatsanwaltschaft und Polizei gestern Kreditinstitute, dem Vernehmen nach soll es unter anderem um die Deutsche Bank und die Degussa-Bank gehen.

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