Wohnung durchsucht

Bluttat in Kanzlei: mutmaßlicher Offenbacher Täter bekam Sozialhilfe

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Ein Leichenwagen steht nach der Schießerei vor der Kanzlei in Stuttgart.

Stuttgart/Offenbach - Nach der tödlichen Auseinandersetzung in einer Rechtsanwaltskanzlei in Stuttgart hat die Polizei die Wohnung des mutmaßlichen Täters in Offenbach durchsucht.

Der 67-Jährige wohnte alleine in einer Einzimmerwohnung, wie Polizei und Staatsanwaltschaft heute mitteilten. Er hatte nach derzeitigen Ermittlungen keine Angehörigen in Deutschland und lebte offenbar von Sozialhilfe. Hinweise, dass es Streit um Geld zwischen Täter und Opfer gegeben hat, hätten sich verdichtet, teilten die Ermittler mit. Bei der Auseinandersetzung am Montag in der Villa des Juristen waren der 67-Jährige sowie der 75-jährige Rechtsanwalt ums Leben gekommen.

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Der Anwalt hatte den Angaben zufolge den mutmaßlichen Täter selbst ins Haus gelassen. Der mit einer Pistole bewaffnete 69-Jährige habe mit Einverständnis des Anwalts und dessen Ehefrau die Kanzlei im Stuttgarter Osten betreten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Was sich anschließend in der Villa abgespielt hatte, ist jedoch weiter unklar. Als ein Spezialeinsatzkommando am Montagabend das Gebäude stürmte, fanden die Beamten beide Männer tot im Keller. Die Ermittler vermuten, dass der 69-Jährige den Anwalt erschossen und dann Suizid begangen hat.

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dpa

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