Die Bürgeler Kerb beginnt morgen

KV Schuster, die Neunzehnte

+
Das möchte der Kerbvadder noch mal erleben: Ein Karussell auf dem ebenerdigen Bürgerplatz. „Ein Ideal“, sagt Werner Schuster. Unterstützt wird er wie immer von Elke Albert.

Bürgel - Die 72 Jahre sieht man Werner Schuster nicht an. Wunderelexier? Sicher nicht! Aber offenbar hält die Kirchweih den ewigen Kerbvadder jung. „Ich freue mich drauf; es macht mir eben richtig Spaß“, sagt er. Von Martin Kuhn

Den lässt sich Schuster nicht vermiesen - auch nicht im 19. Jahr. Das Motto 2016: „Die Kappefahrt iss ausgefalle, doch uff die Kerb freu’n wir uns alle.“ Wenn’s denn so wäre im doch beschaulichen Bürgel. „Es müssten mal zwanzig Vereine kommen und unisono sagen: Wir machen mit“, gibt Schuster mit auf den Weg. Immerhin ist er froh, dass er immer wieder aktive Unterstützer findet. Grafiker Peter Schall etwa. Und herrmann Keim, der ehemalige Inhaber der gleichnamigen Kfz-Werkstatt an der Kettelerstraße spendiert ein Fass Bier. Und wer sticht’s in diesem Jahr an: „Lasst euch überraschen“, sagt Schuster und lehnt sich gemütlich zurück.

Das dürfte auch für die Vertreter der Stadt gelten (also das mit der Überraschung!), die zur offiziellen Eröffnung am morgigen Freitag, 23. September, an den Dalles kommen. Ablauf wie gewohnt: Um 19 Uhr (Aufstellung um 18.45 Uhr) eskortieren Stadtgarde und Vespa-Club zur Eröffnung den Kerbborsch Gorjelschwenker vom Reichstag zum Bürgerplatz, wo Fassanstich und Proklamation folgen. „Die Bürgeler sollen kommen und zuschauen; es wird garantiert ein schöner Abend.“

Auch zum Programm des Kerbausklangs am Montag, 26. September, 20 Uhr, im Saal der Pankratiusgemeinde gibt sich Schuster eher wortkarg. Versehen mit dem Zusatz für alle Bürgeler, die bei freiem Eintritt dabei sein können: „Honoriert bitte die Auftritte der Künstler, die Gesang, Tanz und Kurzweil bieten.“ Und auch das könnte locken und von Interesse sein: Als neuer Pächter im Gemeindesaal will Ralf Heim sich den Bürgelern vorstellen und das eine oder andere Schmankerl bieten. Am Ende wird „Pfarrer“ Charly Engert feierlich und würdig die Kerb und damit  den  Kerbborsch beerdi- gen – in der Hoffnung, dass dieser im nächsten Jahr wie- der auf- ersteht. Und auch der Anlass für die Feier sei nicht vergessen: Am 19. September 1897 hat der damalige Bischof Haffner die katholische Kirche St. Pankratius geweiht.

Kommentare