Aus Zweckbau wird Gaststätte

Ex-Gärtnerunterkunft wird zu Burger-Lokal

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Das charakteristische Walmdach des ehemaligen Gärtnerhäuschens, das unter Denkmalschutz steht, ist mittlerweile neu gedeckt. Der Besitzer und Architekt plant zudem einen kleinen Wintergarten anzubauen, um das Gebäude „luftiger“ zu gestalten.

Offenbach - Das ehemalige Gärtnerhäuschen am Friedrichsring wirkt noch vernachlässigt, soll aber bald in neuem Glanz erstrahlen: Der Offenbacher Architekt Marlon Mathis saniert momentan das denkmalgeschützte Gebäude mit seinem auffälligen Walmdach. Sein Plan: Noch in diesem Jahr soll dort ein Lokal eröffnet werden. Von Martin Kuhn 

Seit Jahren erscheint der kleine Zweckbau eingekeilt und heruntergekommen. Dem Ende geweiht. Auf einer Straßeninsel zwischen St. Josef und Bundesmonopolverwaltung gelegen, könnte das ehemalige Gärtnerhäuschen bald groß herauskommen. Architekt Marlon Mathis baut das denkmalgeschützte Gebäude um in eine „Schank- und Speisewirtschaft“. So steht’s profan auf dem Bauschild. Arbeiter haben die Gerätehalle mit Aufenthaltsraum für Gärtner eingerüstet. Sie haben das Dach fachgerecht neu gedeckt. Und lenken so den Blick auf den eingeschossigen, verputzten Bau, der von einem „hohen, geknickten Walmdach mit Fledermausgauben“ geprägt wird. Und in der städtischen Denkmaltopographie heißt es weiter: „Das straßenraumprägende Gebäude ist als reiner Zweckbau von außergewöhnlich guter Gestaltung.“

Das mag der Grund sein, warum der Offenbacher Architekt das Gebäude vor etwa zwei Jahren von der Stadt gekauft hat. Und ihm nun neues Leben einhaucht: mit einer gehobenen Gastronomie. Dabei hatte das Liegenschaftsamt in der Vergangenheit bereits verschiedene Anfragen – von einer Zahnarztpraxis über Kunsträume bis zum Billardclub. „Das hat sich allerdings alles irgendwie zerschlagen“, erinnert sich Werner Hinkelbein vom Liegenschaftsamt. Anders das Projekt von Marlon Mathis. Er möchte den Bau nach Sanierung an einen Gastronomen vermieten: „Ein gehobenes Burger-Restaurant, wie man es aus Frankfurt bereits kennt“, zeigt er eine Möglichkeit auf.

So weit ist es noch nicht, birgt die ehemalige Gerätehalle mit ihren 55 Quadratmeter Grundfläche „doch immer wieder Überraschungen“. So entdeckten die Arbeiter beispielsweise unter dem abgeschlagenen Innenputz kein Mauerwerk, sondern Fachwerk, „das schon reichlich lädiert gewesen ist“. Heißt: Erheblich mehr Aufwand, der Ende des Jahres in einer Eröffnung münden soll. Davor wird allerdings noch ein kleiner Wintergarten (gut 15 Quadratmeter) angebaut, „der das ganze Gebäude etwas luftiger macht“, gibt Eigner Marlon Mathis die Richtung vor.

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