Eine begehrte Wohnlage

Spatenstich für zweiten Bauabschnitt des Luisenhofs 

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Die Investoren und Vermarkter packen symbolisch an: Am Samstag war Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt des Luisenhofs.

Offenbach - Beim Projekt Luisenhof ist am Samstag der Startschuss für den zweiten Bauabschnitt gefallen. Bis Anfang 2018 entstehen schräg gegenüber dem Ledermuseum in drei Häusern insgesamt 81 Eigentumswohnungen. Von Matthias Dahmer 

Es geht auch mal ohne die lokale Politik: Eigentümer der schon bezogenen Luisenhof-Wohnungen, Käufer und Interessenten sind am Samstagmittag von den Investoren eingeladen, um beim Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt des bislang so erfolgreichen Großprojekts in der Innenstadt dabei zu sein. Die aktuellen Zahlen sprechen wohl dafür, dass es aktuell ähnlich läuft wie bei den 104 Wohnungen des ersten Bauabschnitts, für den vor drei Jahren der erste Spaten gestochen worden war. Von den nun entstehenden 81 Wohneinheiten seien bereits 45 verkauft, für 22 gebe es Reservierungen, sagt Oliver Heeb, Chef der gleichnamigen Darmstädter Consultingfirma. Er und sein Team sind für den Vertrieb zuständig, haben sich seit dem Vormittag mächtig ins Zeug gelegt. Machen – mit großem Partyzelt, Luftballons, kühlen Getränken und Büfett – aus dem Spatenstich eine kleine sommerliche Party auf dem ehemaligen unbefestigten Parkplatz gegenüber dem Museum.

Der zweite Abschnitt des Luisenhofs besteht aus drei Solitärhäusern mit jeweils 27 Eigentumswohnungen. Sie sind identisch mit den bestehenden Luisenhof-Bauten und werden auf dem sich Richtung Westen erstreckenden rund 5000 Quadratmeter großen Areal der ehemaligen Polizeigaragen gebaut, die in nur zweieinhalb Wochen dem Erdboden gleich gemacht wurden. 23 Millionen Euro steckt der Bauherr, die zur Unternehmensgruppe des Frankfurter Firmenpatriarchen Claus Wisser gehörende Berliner Projektgesellschaft Luisenhof, in das Vorhaben. Jost Hofmann, einer der Geschäftsführer, ist überzeugt vom Standort Offenbach, macht in seiner Rede auf den Strukturwandel aufmerksam, in dem sich die Stadt auch dank des immer enger werdenden Frankfurter Wohnungsmarkts befinde. Er und Vertriebs-Boss Heeb sind voll des Lobes für die Stadtverwaltung und deren Kooperation. „Man merkt einfach, dass die wollen“, formuliert Hofmann.

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Die Ein- bis Drei-Zimmer-Eigentumswohnungen sind zwischen 38 und 110 Quadrameter groß. Durch das Zusammenlegen einzelner Zwei-Zimmer-Wohnungen können auch Vier-Zimmer-Wohnungen errichtet werden. Zusätzlich gibt es sechs Penthouse-Wohnungen mit jeweils etwa 120 Quadratmeter Wohnfläche. Die Kaufpreise beginnen bei 3128 Euro pro Quadratmeter, der durchschnittliche Preis liegt bei 3430 Euro. Die dazugehörige Tiefgarage umfasst 87 Stellplätze, acht davon sind als Behindertenstellplatz ausgelegt und 18 mit einer Stromzuleitung für das Laden von Elektrofahrzeugen versehen. Darüber hinaus gibt es mehr als 150 Abstellplätze für Fahrräder. Für Familien mit Kleinkindern ist ein neuer, großer Spielplatz geplant.

Die Häuser des zweiten Bauabschnitts, erläutert Oliver Heeb, werden von Bahnhof-, Luisen- und Frankfurter Straße zugänglich sein. Auf dem ehemaligen Parkplatz, blickt er voraus, sei in einem dritten, noch nicht konkret geplanten Bauabschnitt ein weiterer Solitär geplant. Hinzu komme auf der Rückseite des östlich angrenzenden Hochhauses ein Appartementhaus mit etwa 50 Wohnungen.

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