Das 4x1 der Einschulung

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Freude über den ersten Schultag bei den Beethoven-Schülern.

Offenbach „Das ist der größte Raum hier, mehr können wir nicht bieten“, begrüßt Schulleiter Konrad Ertinger die Kinder und deren Eltern. In der Beethovenschule wird dieses Jahr im Container eingeschult. Von Katharina Hempel

Das alte Schulgebäude wurde Anfang des Jahres abgerissen (wir berichteten). Feuchter Untergrund hatte das Fundament zunehmend maroder werden lassen und zu Rissen in den Wänden geführt, die ebenfalls die Stabilität der Grundschule gefährdeten.

Mehr Platz für mehr Schüler soll der Neubau auch bieten und die Ganztagsschule ermöglichen. Fertig gestellt wird dieser voraussichtlich zu Beginn des Schuljahres 2012/2013. Währenddessen findet der Unterricht in der Beethovenstraße in zwei dreigeschossigen Containeranlagen statt.

Im Container sind die Dimensionen anders: Statt in einer Aula zu sitzen, drängen sich die Großen und die Kleinen während der Einschulungsfeier in einem etwa acht Meter breiten und genauso langen Raum.

Ein bisschen eng. Doch die Klassenräume seien groß genug und wunderbar ausgestattet, verspricht Schulleiter Ertinger den Eltern. Den Schülern werde es an nichts fehlen: „Es handelt sich um eine helle Containeranlage, nicht um einen Zwischenbehelf.“

85 ABC-Schützen, dazu Geschwister, Eltern und Großeltern - die hätte die Beethovenschule dieses Jahr nicht alle auf einmal aufnehmen können. Darum bekommt jede der vier ersten Klassen ihre eigene Willkommensfeier. Zwei Klassen heute, zwei morgen.

Sonst scheint aber alles wie an jeder anderen Grundschule. Die Schüler aus der 2c singen „herzlich willkommen, ihr lieben Leute“. Die Theater AG führt frei nach Maurice Sendak den Kinderbuchklassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ auf. Danach begleiten die vier Vorschüler und die Kinder der 1a ihre Lehrerinnen in die Klassen.

„Es ist schön gewesen. Die erste Runde lief hervorragend“, lautet Rektor Ertingers Fazit. Der große Unterschied bestehe lediglich darin, dass es dieses Jahr vier Einschulungen gebe. Und die Container? „Ich glaube, die Eltern akzeptieren das einfach. Das wird schon.“

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