Gefäßzentrum des Sana Klinikums feiert

Alles über Lebensadern

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Das Team des Gefäßzentrums (von links): Prof. Dr. Arend Billing (Chefarzt der Gefäßchirurgie und Sprecher), Prof. Dr. Norbert Rilinger (Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Zentralinstituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin) sowie Prof. Dr. Harald Klepzig (Chefarzt der Kardiologie).

Offenbach -  Nach wie vor sind Herz- und Gefäßerkrankungen Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Herzinfarkt, Schlaganfall, Aortenaneurysma & Co. können jeden treffen. Auch jüngere Menschen können in seltenen Fällen betroffen sein.

Ob es nun um einen persönlich geht oder um die Angehörigen - jeder sollte wissen, was man bei einer Gefäßerkrankung tun sollte, und auch, wie man sie vermeiden kann. Daher lädt das Gefäßzentrum des Sana Klinikums Offenbach am morgigen Samstag, 21. Mai, zwischen 10 und 14 Uhr zu einem Infotag rund ums Thema Gefäße ein. Von interessanten Fachvorträgen und Demonstrationen wichtiger Untersuchungsmöglichkeiten mit Ultraschall über Informationsstände und Mitmachangebote bis hin zur Teddyklinik für die kleinen Besucher werden abwechslungsreiche Einblicke in das verborgene Reich der Blutgefäße geboten. Anlass des Infotages ist außerdem die Feier des zehnten Geburtstags des Gefäßzentrums.

Die Vorträge beschäftigen sich beispielsweise mit dem Zusammenhang zwischen Gefäßerkrankungen und Nierenerkrankungen, mit Medikamenten gegen Durchblutungsstörungen, Behandlungsmöglichkeiten von Schaufensterkrankheit, Schlaganfall und Bauch- aortenaneurysma sowie moderner Gefäßdiagnostik. Weitere Vorträge betreffen beispielsweise die Blutverdünnung bei Gefäßkrankheiten und was man dazu unbedingt wissen sollte sowie den Fuß des Diabetikers. Die Vorträge beginnen um 10 Uhr im Erdgeschoss des Sana Klinikums Offenbach (Vortragsräume sind ausgeschildert) und sind kostenlos. Nach jedem Vortrag gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Daneben wird im Foyer des Sana Klinikums ein umfangreiches und ebenfalls kostenloses Rahmenprogramm geboten. Das Gefäßzentrum Offenbach mit dem Team von Prof. Dr. Arend Billing steht an einem Stand bereit für Fragen. Zudem zeigt die Gefäßchirurgie, wie mit einer sogenannten ABI-Messung schnell und einfach überprüft werden kann, ob eine Durchblutungsstörung der Beine, ein Aortenaneurysma oder eine Halsschlagaderverengung vorliegt – die Demonstration von Ultraschalluntersuchungen bringt es an den Tag.

Zudem stellt der Radiologe Prof. Dr. Norbert Rilinger mit seinem Team am Gefäßmodell verschiedene Gefäßinterventionen vor, also die schonende Behandlung von innen mittels Katheter. Speziell für Fragen rund um die Zuckerkrankheit ist der Deutsche Diabetiker-Bund (DDB) – Bezirksverband Stadt und Kreis Offenbach – persönlich vor Ort und bietet Blutzuckermessungen und Ernährungsberatung für Diabetiker.

Kostbares Gut: Aktionen sollen mehr Blutspender locken

Das Gefäßzentrum des Sana Klinikums feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Es verfügt über modernste Ausstattung für die Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen. Zum Leistungsspektrum zählen alle arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen (mit Ausnahme der Herzchirurgie). Ein besonderer Therapieschwerpunkt ist die Aortenintervention und -chirurgie inklusive der neuesten Stentgrafts.

„Es war eine absolut richtige Entscheidung, dass das Klinikum vor zehn Jahren den Fachbereich Gefäßchirurgie aus der Allgemeinchirurgischen Klinik herausgelöst und eine eigene Klinik für dieses immer wichtiger werdende Spezialgebiet eröffnet hat“, kommentiert Billing die damalige Neuaufstellung der Chirurgie. „Diese Neugründung war kein Selbstzweck, sondern zwingend notwendig und zukunftsweisend.“ So dürften die Aussackungen der Bauchschlagader, die sogenannten Bauchaortenaneurysmen, nur noch in einem Gefäßzentrum wie dem Offenbacher operiert werden. Wesentliches Merkmal sei hier die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Gefäßchirurgie mit Neurologie, Angiologie, interventioneller Radiologie, Diabetologie und Plastischer Chirurgie.

mic

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